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Sonntagsmatinee im Ruller Haus Perkussionsensemble spielt Minimal Music

Von Thomas Hitzemann | 11.11.2013, 14:17 Uhr

WallenhorstMinimal Music will mit einem Minimum an Tonmaterial ein Maximum an Klang erreichen. Dabei fällt der Zugang zu ihr nicht schwer. Das konnte ein großes Publikum auf der jüngsten Sonntagsmatinee im Ruller Haus einprägsam erfahren. Gerhard Stengert und sein Perkussionsensemble vom Institut der Hochschule für Musik aus Osnabrück gestalteten das Programm und brachten zur Verstärkung noch die Schüler einer Klasse der Thomas-Morus-Schule aus Osnabrück mit.

Zunächst ließ Stengert das Publikum selbst ein wenig Minimal Music machen. Dazu teilte er es auf in Gruppen. Als Ostinato klatschte die erste Gruppe den Rhythmus des Satzes: Ich kauf´ Schokolade! Bald darauf fiel eine zweite Gruppe ein mit dem Rhythmus von: Schokolade kauf´ ich! Wie erwartet, ergab sich eine minimale Änderung im rhythmischen Gesamtbild. Nach dieser Selbsterfahrung verstanden alle das Stück „Clapping“ von Steve Reich, welches von Gerhard Stengert, Tilman Muth, Alexander Morgenstern und Jemeong Lee geklatscht wurde. Die Komposition „Opening“ von Phillip Glas benötigte ebenfalls nur drei Takte Ausgangsmaterial. Warm und beruhigend klangen auf dem Marimbaphon einige immer gleiche Harmonien in stetig wechselnden Figurationen. Genauso zeigte sich bei Steve Reichs „Marimba Phase“ eine dauernde Veränderung des Grundmotivs in minimaler Abweichung.

Mit solcher Art von musikalischen Anforderungen waren auch die Schülerinnen und Schüler der Realschule nicht überfordert. So dirigierte Stengert abschließend sein Stück „Klangwelten“ und als Orchester konnte die Klasse 5 a rückhaltlos überzeugen. Mindestens 20 verschiedene Klang,- und Rhythmusinstrumente kamen dabei zum Einsatz.