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Sieben Archetypen und ein Sommergemüse 11. Sommermahlzeit des Verkehrsvereins Osnabrück

Von Lambert Brand | 31.05.2015, 17:13 Uhr

Wenn der Verkehrsverein Osnabrück (VVO) Stadt und Land zur Sommermahlzeit einlädt, ziehen gut 150 Frauen an einem Strang und haben eine Gemeinsamkeit: Sie erweisen sich als leidenschaftliche Anhängerinnen des Spargelgemüses und einer schmackhaften Garnierung mit anregenden Gesprächen, außerdem immer neuen Netzwerken von Frau zu Frau.

Als Maria Feldkamp, Vorstandsmitglied im VVO und Initiatorin der Damenmahlzeit t, rund 150 Spargelfreundinnen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und leitendem Ehrenamt begrüßte, ging ein besonderes Wort an den einzigen Mann des Treffens, an den Neuen – nämlich an Felix Osterheider, frisch gewählter Vorsitzender des VVO. Damentreffen hin oder her: natürlich ließ er es sich nicht nehmen, die Teilnehmerinnen der 11. Sommermahlzeit herzlich zu begrüßen.

Wenn sich etwas positiv in den Köpfen festgesetzt habe, kommt Mann oder Frau gern darauf zurück, so Osterheider. Damit meinte er die Region in und um Osnabrück mit all ihren Vorzügen, auch die Damenmahlzeit des VVO. Felix Osterheider möchte dieses Wohlbefinden für und mit der Region fortsetzen und „neue Bilder im Kopf entwickeln“. Dem kulinarischen Anlass entsprechend lud er dazu ein, bei der Sommermahlzeit neue Kraftquellen zu entwickeln, um dann ihre positive Wirkung für die Region Osnabrück zu nutzen.

Keine Konkurrenz zwischen Winter- und Sommergemüse

Zur ersten Spargelmahlzeit im Jahr 2005 gönnten sich 15 Frauen das Gemüse, bei der diesjährigen 11. Sommermahlzeit waren es 150. „Bald sind wir so viele wie beim Grünkohlessen der Männer,“ hoffte Susanne Breiwe, stellvertretende Landrätin. Konkurrenz zwischen Winter- und Sommergemüse soll es natürlich nicht geben, schließlich haben doch männliche und weibliche VVO-ler das gleiche Ziel, nämlich die Stärkung der Region Osnabrück.

Nach einem leichten Einstieg mit Büffel-Mozzarella auf einem Salatbett lud die Referentin des Abends, Unternehmensberaterin Walburga Ludwig, zur weiblichen Persönlichkeitsanalyse ein.

Frau sollte weiblich führen

Weil Frau vielseitig ist und unbestrittene Führungsqualitäten hat, stellte Walburga Ludwig sieben Seiten der Frauen – die Archetypen – vor. Weibliche Führung ist immer dann besonders gut und erfolgreich, wenn Frau so ist, wie sie ist. „Auf keinen Fall männlichen Führungsstil kopieren wollen,“ so der Rat der Sozialpädagogin und sie ergänzte: Der Archetyp Königin ist immer dann erfolgreich, wenn weiblich regiert wird: Das Reich gestalten, aber auch die Grenzen verteidigen, Fürsorge walten lassen, aber auch kritisch beobachten, wem zu trauen ist. Sind Frauen Kriegerinnen oder Heilerinnen, weise oder wild, Priesterin oder Künstlerin?, fragte die Referentin. Um das zu ergründen gab es zwischen der Vorstellung der Archetypen die nötige Stärkung: Spargel aus dem Osnabrücker Land, Poulardenmedaillons im Pancettamantel und Zanderfilet mit Belugalinsen. Vor dem süßen Abschluss mit Zartbittermousse und Himbeermark kam dann die Gewissheit, dass etwas in jeder Frau steckt, es darauf ankommt, die jeweiligen typbedingten Stärken zu nutzen.