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Sex ist die beste Medizin Science Slammer Johannes Hinrich von Borstel kommt

Von Thomas Wübker | 04.12.2015, 14:48 Uhr

Das Herz kann rasen, hüpfen, schmerzen, brechen, klopfen und sogar besser sehen als die Augen. Das glauben zumindest Romantiker oder Menschen, die dem lebenswichtigem Organ die Erkundung von Gefühlen zuschreiben. Johannes Hinrich von Borstel ist Molekularkardiologe und Science Slammer. Am kommenden Dienstag, 8. Dezember, spricht er in der Lagerhalle in Osnabrück in einer Kombination aus Unterhaltung und Wissensvermittlung über das Herz.

Ein Science Slam ist so etwas ähnliches wie ein Poetry Slam. Nur geht es nicht um Literatur, sondern um Wissenschaft. Mehrere Wissenschaftler stellen ihre Themen einem Publikum vor, dass den unterhaltsamsten Beitrag auswählt und zum Sieger kürt.

Diese Science Slams finden seit einiger Zeit auch in der Lagerhalle statt. Johannes Hinrich von Borstel hat ihn zwei Mal gewonnen. Am heutigen Samstag tritt er als einer von acht Wissenschaftlern im Finale der Deutschen Meisterschaft im Science Slam an. Die Chancen, am Dienstag als frisch gebackener Deutscher Meister in die Lagerhalle zu kommen, stehen nicht schlecht, denn von Borstel kann Herzerkrankungen tanzen und im Rhythmus von Highway to Hell die ideale Reanimation präsentieren.

Johannes Hinrich von Borstel ist aber nicht nur Science Slammer, Molekularkardiologe und Rettungssanitäter. Er ist auch Buchautor. Sein Werk „Herzrasen kann man nicht mähen“ ist Anfang Oktober im Ullstein-Verlag erschienen und erklärt den wissbegierigen Lesern, dass Herztraining am besten zu zweit funktioniert. Denn, so von Borstel, Sex ist die beste Medizin für dieses so wichtige Organ. Neben Sport, gesunder Ernährung, Alkohol- und Tabakverzicht sei es die beste Methode, um einen Herzinfarkt vorzubeugen, sagte von Borstel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. „Es gibt auch Studien, dass zum Beispiel drei Mal Sex pro Woche frühzeitige Herzerkrankungen um die Hälfte reduzieren.“

Johannes Hinrich von Borstel, Lagerhalle, Osnabrück, Di., 8. 12., 20 Uhr, Eintritt: 10/7 Euro, Tel. 0541/338740.