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Seit 30 Jahren in Osnabrück Schinkelmarkt familiär, gemütlich und unkommerziell

Von Roman Felde | 12.06.2016, 19:19 Uhr

Während das Wetter an diesem teilweise stark bewölkten Sonntagmorgen über Osnabrück noch recht unentschlossen wirkte, war eines auf jeden Fall sicher: Der Schinkelmarkt öffnete pünktlich um 9 Uhr vor den Türen des Jugendzentrums Ostbunker. Bei einem üppigen Rahmenprogramm und familiärer Atmosphäre kamen Hunderte, um zu stöbern, zu tauschen, zu handeln oder einfach nur, um gemeinsam eine tolle Zeit zu verbringen.

Osnabrück. „Was einmal zusammengewachsen ist, das hält“, betonte Uwe Jasper vom JZ Ostbunker. Auch ehemalige Schinkelaner würden nach wie vor regelmäßig den Flohmarkt aufsuchen, um einstige Nachbarn und Freunde wiederzusehen oder der guten alten Zeiten zu gedenken, als sie etwa selbst noch als Jugendliche ins geschichtsträchtige Jugendzentrum kamen. Zwar sei der Schinkelmarkt somit ganz klar ein Flohmarkt mit Sozialraumbezug, doch kämen erstaunlicherweise auch Händler und Flohmarktenthusiasten aus dem ganzen Osnabrücker Land, manche gar aus dem Münsteraner Raum vorbei. Eine Händlerin aus Bad Essen erläuterte, warum sie zum Schinkelmarkt gekommen ist: „Meine Freundin aus Belm, die schon das fünfte Mal mit ihrem Stand hier ist, hat mich gefragt, ob ich nicht auch Lust habe, mitzukommen. Und da habe ich gedacht, dass es doch eine super Gelegenheit wäre, miteinander etwas Zeit zu verbringen.“

Kommerzielle Händler nicht erwünscht

Dass es beim Schinkelflohmarkt weniger um das Kommerzielle als um das Menschliche geht, hatten die Veranstalter bereits im Vorfeld betont. „Die Standgebühr von einem Euro ist natürlich nur symbolisch“, sagte Jasper. Kommerzielle Händler seien hier nicht erwünscht, denn der Schinkelmarkt wäre in erster Linie ein Familienflohmarkt. „Da der Flohmarkt nun am vorletzten Sonntag vor den Sommerferien stattfindet, können sich die Kids sozusagen noch etwas Taschengeld hinzuverdienen und die Eltern Dinge, die sie nicht mehr brauchen, anderen zur Verfügung stellen“, so der Organisator weiter. Ferner lade das abwechslungsreiche Rahmenprogramm – bestehend aus Karussell, Hüpfburg, einer Schminkaktion sowie köstlichen Speisen zu familienfreundlichen Preisen – zum Verweilen und Genießen ein.

Der Schinkelmarkt findet seit nunmehr 30 Jahren statt. Früher sei der Schauplatz noch die Ebertallee gewesen, berichtet Jasper. Als allerdings 2008 ein Teil der Schinkelstraße direkt vor dem Ostbunker verkehrsberuhigt wurde, habe es nahe gelegen, den Flohmarkt dorthin zu verlegen. So dürften auf dem Flohmarktgelände zum Beispiel auch keine Autos parken.