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Beschleunigtes Verfahren Schwarzfahrer in Osnabrück verurteilt – 15 Aliasnamen

Von pm | 21.08.2019, 18:49 Uhr

Ein 27-jähriger Schwarzfahrer ist heute vom Amtsgericht Osnabrück im beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt worden. Der polizeibekannte Täter hat 15 Aliasnamen benutzt.

Wie die Polizei mitteilt war der Mann am vergangenen Mittwochabend mit einem Regionalexpress von Bremen nach Osnabrück gefahren ohne einen gültigen Fahrschein zu besitzen. Außerdem konnte er sich nicht ausweisen war auf der Zugfahrt durch sein lautes Verhalten und häufiges spucken aufgefallen.

Stark alkoholisiert

Bei Ankunft des Zuges gegen 21:23 Uhr haben Beamte der Bundespolizei den stark alkoholisierte Mann bereits erwartet. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,77 Promille.

Bei der Feststellung seiner Identität fanden die Bundespolizisten heraus, dass der 27-Jährige insgesamt 15 Aliasnamen benutzt. Allein der Bundespolizei sind dieses Jahr 18 Fälle bekannt, in denen er einer Straftat verdächtig ist. Darunter allein 13 Mal wegen Erschleichen von Leistungen. Des Weiteren wurde er zur Aufenthaltsermittlung von der Justiz gesucht. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten außerdem ein Mobiltelefon, das aus einem kurz zuvor begangenen Diebstahl stammte.

Beschleunigtes Verfahren

Die zuständige Staatsanwaltschaft Osnabrück entschied den 27-Jährigen festzunehmen und ein beschleunigtes Verfahren anzuwenden. Am Mittwoch wurde er zu einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt.

Das sogenannte beschleunigte Verfahren ist eine besondere Form des Strafverfahrens und hat den Vorteil, dass einfache Fälle schneller abgeschlossen werden können und die Strafe unmittelbar folgt. Es wird vor allem bei einfachen Sachverhalten angewendet, wenn neben einer klaren Beweislage ein dringender Tatverdacht besteht.