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Rotlicht noch nicht perfekt Radler riskieren nasse Füße auf dem Haseuferweg in Osnabrück

Von Rainer Lahmann-Lammert | 30.06.2016, 18:52 Uhr

Schneller als erwartet hat ein Hochwasser den gerade erst eröffneten Haseuferweg überflutet. Nicht nur der Betontrog lief voll Wasser, auch an der Eisenbahnbrücke zur Stahlwerkskurve war „Land unter“. Inzwischen ist die ganze Strecke aber wieder befahrbar.

Zweimal im Jahr hatten die Fachleute mit Überschwemmungen gerechnet, die den Abschnitt zwischen der Schellenbergbrücke und dem Seilerweg lahmlegen würden. Um Radler nicht in die Falle tappen zu lassen, wurden zwei Ampeln installiert. Die Ansage lautet: „Bei Rotlicht Haseuferweg wegen Überflutung gesperrt!“

Einen Kilometer zurück

Am Mittwoch war kein Rotlicht zu sehen, als Ulrich Grobe über den neuen Radwanderweg stadteinwärts befuhr. Kurz zuvor hatte es offenbar ein Hochwasser gegeben. Der Trog, durch den es auf die nördliche Seite der Bahnstrecke geht, war noch feucht, aber schon wieder befahrbar. Die Pumpen hatten das Wasser zurück in die Hase befördert.

Nach weiteren 400 Metern musste ADFC-Aktivist Ulrich Grobe dann doch unweigerlich stoppen, sonst hätte er nasse Füße und wohl auch nasse Hosenbeine bekommen. An der Stahlwerkskurve, wo die Durchfahrtshöhe unter der Eisenbahnbrücke nur zwei Meter beträgt, hatte die Klöckner-Hase den Radweg überflutet. Da blieb ihm nur, einen Kilometer bis zum Seilerweg zurückzufahren und den ungeliebten Weg über die Mindener Straße zu nehmen.

Problem erkannt

Bei Rotlicht wäre der Radler gar nicht erst in die Sackgasse geraten. Aber die Sensoren messen den Wasserstand nur am Betontrog. Kommt es an einer anderen Stelle zur Überschwemmung, wird kein Signal ausgelöst. „Das dürfte eigentlich nicht vorkommen“, meint Grobe und fragt: „Wann wird hier Abhilfe geschaffen?“

Die Antwort gibt Detlef Gerdts, der Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt Osnabrück. Das Problem sei erkannt und lasse sich lösen. Deshalb werde der Wasserstandssensor am Betontrog so angebracht, dass er schon bei einem etwas tieferen Pegel auf Rot schaltet. Möglicherweise werde das aber erst nach mehreren Versuchen reibungslos funktionieren, meint Gerdts. Denn jetzt müsse der Signalgeber erst einmal auf die richtige Höhe eingestellt werden.