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Regenbecken wird Liegewiese Neuer Wasserpark am Osnabrücker Westerberg eingeweiht

Von Matthias Liedtke, Matthias Liedtke | 10.06.2016, 21:25 Uhr

Das zum Wohn- und Wissenschaftspark konvertierte Gelände der ehemaligen Scharnhorstkaserne an der Nordseite des Westerbergs ist mit dem neu eingeweihten Wasserpark um eine buchstäblich spritzige Idee reicher.

Denn eigentlich handelt es sich bei dem neuen, grünen und blauen Naherholungsgebiet zwischen den Wohnanlagen im Kern um ein Regenrückhaltebecken als funktionaler Bestandteil des Entwässerungskonzepts für das neue Viertel, das auf qualitativ hochwertige Weise Wohnen, Leben und Arbeiten räumlich miteinander verbindet. Terrassenartig angelegte Freitreppen am Ufer des gestauten Wassers und eine große Liegewiese auf der Auslauffläche verschaffen dem Areal aber nun einen Aufenthalts- und Erholungswert, der die Lebensqualität auf dem Gelände noch einmal deutlich zu steigern vermag.

Neues Schmuckstück im Stadtgebiet

Mit diesem letzten Baustein ist nun ein Freiflächengesamtkonzept in einem „urbanen und bald pulsierenden Quartier“ komplettiert worden, das ein neues „Schmuckstück im Stadtgebiet“ darstellt, wie Oberbürgermeister Griesert bei der Eröffnung im strahlenden Sonnenschein betonte. Auch freute er sich darüber, dass mehr als zwei Drittel der auf 545 000 Euro bezifferten Baukosten aus Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes finanziert werden konnten. Umgesetzt wurde das Vorhaben von der Firma Wiebold aus Neuenkirchen-Vörden, begleitet wurden die Baumaßnahmen vom Osnabrücker Servicebetrieb OSB.

Ein asphaltierter Rundweg um das Regenbecken mit Sitzgelegenheiten ermöglicht naturnahe Mobilität etwa für Bobbycars, Inliner oder Eltern mit Kinderwagen. Für die Kinder selbst steht ein altersgerecht abgestuftes Spieleband zur Verfügung, das sich von diversen Sandeinheiten über eine Kleinkinderrutsche bis hin zu einem fast drei Meter hohen Kletterturm für buchstäblich höhere Ansprüche erstreckt.

Bewohner an Entscheidung beteiligt

Dabei konnten die ersten neuen Bewohner mitbestimmen, welche Geräte sie dort haben möchten, verriet Landschaftsarchitekt Daniel Stimberg vom Berliner Büro Betcke Jarosch, das den Wasserpark geplant hat. Dessen zweiter, naturnäherer Baustein besteht neben dem nun doppelt funktionalen Regenbecken in dem revitalisierten Güntkebach. Im wörtlich fließenden Übergang wird damit ein weiterer ökologischer Aspekt mit einem städtebaulichen Gesamtkonzept verknüpft, das für einen attraktiven Wohn-, Arbeits- und Lebensraum steht - ab sofort auch mit Wasser.