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„Raus in die Berufswelt“ Mediengestalter feiern ihren Abschluss in Osnabrück

Von Stefan Buchholz, Stefan Buchholz | 30.12.2016, 18:16 Uhr

54 Mediengestalter und Medientechnologen erhielten in der Industrie- und Handelskammer ihre Abschlusszeugnisse.

Auf die jungen Leute wartet ein Markt mit Chance und Risiken. Das machte Uwe Wygold in seiner kurzen Ansprache während der Lossprechungsfeier deutlich. Der Personalleiter im Druck- und Verlagshaus Fromm meinte, dass sich die Arbeitsanforderungen in der Branche als „schnelllebig und nie langweilig“ präsentierten. Gleichwohl fände in dem „Markt seit Jahren ein Verdrängungswettbewerb statt. „Wirtschaftlich schwere Zeiten und eine konstant große Zahl an Insolvenzen sind die Folge.“

„Auch noch etwas anderes zwischen schwarz und weiß“

Wygold lobte das duale Ausbildungssystem, weil durch die Jugendlichen die Unternehmen neuen Schwung erhielten. Gleichzeitig hätten die jungen Leute durch neue Sichtweisen kennenlernen können, dass es bei abweichenden Ansätzen der Ausbilder in Theorie und Praxis „auch noch etwas anderes zwischen schwarz und weiß“ gebe.

„Jetzt geht raus in die Berufswelt und rockt das Ding!“

Humorvoll zeigte sich der Prüfungsausschussvorsitzende Hans Otto. „Nach drei Jahren haben sie ihre Abschlussprüfungen abgelegt und sind jetzt in der menschlichen Evolution vom Baby, Kindergartenkind, Schüler und Auszubildender endlich auf der Stufe „vollwertiges Mitglied der Gesellschaft“ angelangt. Jetzt geht raus in die Berufswelt und rockt das Ding!“

„Ich liebe das Haptische“

Carina Krutkamp will das wohl – darf aber derzeit nicht. „Mein Ausbildungsbetrieb hat mich nicht übernommen“, erzählte die 26-jährige Mediengestalterin in Sachen Print. Die Ausbildung war Teil zwei ihres beruflichen Karriereplans. Vorher hatte sie Fotografin gelernt. „Ich liebe das Haptische.“ Nun, mit der zweiten Ausbildung, wolle sie in den Bereichen arbeiten, wo es um das gestalterische Zusammenbringen von Foto und Print gehe. Eine ganz andere Richtung will Abdullah Fatik Kavuncu aus Dissen einschlagen. Der 19-Jährige möchte noch ein Jahr in seinem Ausbildungsbetrieb weiter arbeiten. „Nach dem FH-Abschluss würde ich gerne Informatik studieren.“