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Radschnellweg nach Belm Mehr Regionalradwege mit weniger Luxus

Meinung – Wilfried Hinrichs | 10.07.2017, 19:16 Uhr

Ganz schön teuer: Grob gerechnet 1,2 Millionen Euro soll jeder Kilometer Radschnellweg zwischen Osnabrück und Belm kosten. Ist das Projekt nicht ein bisschen zu üppig, zu groß, zu luxuriös?

Dass eine direkte Radverbindung zwischen der Randgemeinde und dem Stadtzentrum höchst sinnvoll ist, steht nicht in Zweifel. Weitgehend autofreie, schnelle und sichere Radwege sind auch in Richtung Wallenhorst, Lotte, in den Südkreis und über Bissendorf bis nach Melle wünschenswert. Ja, solche Regional-Radwege werden ganz gewiss eines Tages fester Bestandteil der Verkehrsplanung sein, denn immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge eines E-Bikes. Schon heute sind drei Millionen Elektorräder in Deutschland unterwegs, die Branche meldet jährlich zweistellige Wachstumsraten.

Aber auch flott radelnde E-Biker brauchen nicht unbedingt automatisch geschaltete Grünphasen. Sie brauchen nicht überall vier Meter breite Trassen. Und eine Komplettbeleuchtung nehmen sie gewiss gerne, sie haben aber auch selbst Licht am Rad. Kurzum: Die Radschnellwege bringen Bewegung in den stockenden Verkehr. Der großen Luxusvariante bedarf es dazu nicht.