Ein Artikel der Redaktion

Premiere vom Theater Osnabrück Kafkas „Die Verwandlung“ als Klassenzimmerstück

01.12.2015, 12:37 Uhr

A. Osnabrück. Als mobile Produktion für das Alter 13 Jahre plus schickt jetzt das Osnabrücker Theater eine Adaption von Franz Kafkas berühmter Erzählung „Die Verwandlung“ in die Klassenzimmer.

Premiere von „Die Verwandlung“ ist am Freitag, 11. Dezember um 9.40 Uhr in der Osnabrücker Ursulaschule Kurz zum Inhalt: Gregor Samsa verachtet seinen Job als Handelsreisender. Bloß für die Familie schleppt er sich jeden Morgen zu diesem drögen Geschäft und setzt sich mit seinem unleidlichen Chef auseinander. Und nun das: Als Samsa an diesem gewöhnlichen Morgen erwacht, fühlt er sich äußerst ungewöhnlich. Der junge Mann ist zu einem riesigen Käfer geworden. Mit Panzerrücken, Insektenbeinchen und kräftigem Kiefer scheitert er daran, seine Eltern und die Schwester weiterhin zu ernähren. Niemand scheint ihn mehr zu verstehen, sodass er der Wandlung seines Körpers völlig allein ausgesetzt ist.

Murakami-Erzählung dazu

Mithilfe des absurden Prozesses der Verwandlung in einen Käfer beleuchtet Franz Kafka in seiner 1912 entstandenen Erzählung Abhängigkeiten und Sehnsüchte innerhalb eines Familienbundes und untersucht die stumme Einsamkeit eines sich verändernden Körpers. Übrigens setzt sich mit diesem Kafka-Stoff auch der japanische Schriftsteller und langjährige Literatur-Nobelpreisanwärter Haruki Murakami in seinem neuen und faszinierenden Erzählungsband auseinander. In „Von Männern, die keine Frauen haben“, verliebt sich der junge Käfer-Mann in eine arme junge Frau - die wegen ihres Buckels und seinem unverhohlenen Begehren noch weniger ihren Gefühlen traut als er – eine eher humorvolle als traurige Geschichte.

Die Produktion „Die Verwandlung“ (Inszenierung: Nina de la Parra) kann als Klassenzimmerstuck mobil für Schulen und alle weiteren Interessierten gebucht werden.