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Prämien für Klimaschutz Stadt Osnabrück schüttet fast 30.000 Euro an Schulen aus

Von Robert Schäfer | 12.06.2018, 19:12 Uhr

29.500 Euro haben 22 Osnabrücker Schulen jetzt für ihre Energiesparaktionen bekommen. Die Aktion „Schalt mal ab“ im Rahmen des Projekts „Klimalab OS“ macht es möglich.

Die Idee: Wann immer Schulen, und zwar insbesondere ihre Schüler, gute Ideen haben, wie sich im Schulalltag Energie sparen lässt, und diese auch umgesetzt werden, bekommen sie eine Prämie. Deren Höhe wird je nach Quantität und Qualität der umgesetzten pädagogischen und energieschonenden Aktionen festgelegt.

Den höchstmöglichen Förderbetrag von 3.500 Euro erreichte in diesem Jahr die Gesamtschule Schinkel. Mit einer Vielzahl von Projekten und Aktionen haben die Gesamtschüler viel Energie gespart. Im Mittelpunkt standen dabei die Einsparungen bei Licht und Wärme. Licht ausmachen, sinnvolles Stoßlüften und, wann immer möglich, die Heizung aus – das sind die Ideen der Schüler. Relativ einfach, aber ungemein effektiv, wenn viele Tausend Schüler sich daran halten. „In dieser Schule gibt es ja fast keinen Optimierungsspielraum mehr“, staunte Bürgermeister Uwe Görtmöller (SPD), der es gestern übernahm, den erfolgreichen Energiesparern ihre Urkunden zu überreichen.

In die gleiche Richtung geht das Ema-Gymnasium. Dort haben außerdem Katja und Lisa ein ganz neues Umweltprojekt gestartet: „Wir wollen Energie, die wir nicht unbedingt brauchen, einsparen“, berichteten sie. Dafür wollen sie bei ihren Mitschülern ein entsprechendes Bewusstsein schaffen. In jeder Klasse gibt es schon jetzt einen Energiemanager. Diese wollen sie zusammenführen und ihre Arbeit besser koordinieren. Einen Spendenlauf für ein Regenwaldprojekt können sich Katja und Lisa auch vorstellen.

 Manchmal helfen auch bauliche Maßnahmen. So hatte die Grundschule Pye zum Beispiel die Turnhalle und den Toilettenbereich saniert, sparsame Durchlauferhitzer montiert und die Wasserhähne in den Klassen ersetzt. Ebenfalls in Technik hat die Grundschule Schölerberg investiert. Die Toiletten haben dort jetzt Bewegungsmelder, die Wasserhähne geben nur Wasser ab, wenn sich Hände vor den Bewegungssensoren befinden, und auf dem Schulhof wird auf Mülltrennung gesetzt.

 In der Grundschule Widukindland geht es nicht nur um Energie, sondern auch um die Natur an sich. Unter anderem haben die Schüler ein Insektenhotel gebaut, das jetzt im Schulgarten den summenden Mitbewohnern ein Zuhause bietet. Aus der Elisabethschule kam dazu noch der Vorschlag, Klimaboxen mit Materialien anzuschaffen, mit deren Hilfe das Thema an allen Schulen aufgegriffen werden kann.

Für Görtemöller sind „Klimalab OS“ und „Schalt mal ab“ große Erfolge. Das Projekt gehe aktuell ins zehnte Jahr. Damals habe der Rat der Stadt beschlossen, den Schulen die Hälfte des dank ihrer Bemühungen eingesparten Geldes zur Verfügung zu stellen.

Alle Projekte und Ideen wurden nach einem Punkteschema bewertet und eingeordnet. Das Energiesparprojekt „Klimalab OS“ wird vom Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück finanziell und fachlich unterstützt. Im Rahmen der Projekte arbeiten auch Fachleute mit den Kindern. So werden beispielsweise kleine Windräder gebastelt und auf diese Weise das Verständnis und die Akzeptanz für alternative Energien gefördert.