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Positive Bilanz Zoo Osnabrück: Jeder Euro ist hart verdient

Meinung – Dietmar Kröger | 04.02.2016, 20:02 Uhr

Der Zoo Osnabrück hat für das abgelaufene Geschäftsjahr eine positive Bilanz vorgelegt. Über eine Million Besucher wollten die Einrichtung 2015 sehen.

Jeder Euro, den der Zoo Osnabrück einnimmt – sei es durch die Besucher, das Sponsoring oder die eingeworbenen Drittmittel – ist hart verdient. Die im Vergleich mit anderen zoologischen Gärten nahezu verschwindend geringe Zuschussquote erregt in der Branche Aufsehen. Marketing und Controlling ersetzen die Bettelbriefe an die öffentliche Hand. Im Gegenteil: Die gesamte Region profitiert vom Zoo, der einige Kaufkraft in die Stadt und ihr weiteres Umland spült.

Aber der Schölerberg ist auch nicht die Insel der Glückseeligen, losgelöst von ihrer Umwelt. Der Osnabrücker Zoo steht in einem Wettbewerb, der in den kommenden Jahren härter werden dürfte. Im niederländischen Emmen entsteht ein nahezu komplett neuer Zoo für die imposante Summe von 200 Millionen Euro. Und auch Hannover setzt in den kommenden Jahren durch Investitionen in – aus Osnabrücker Sicht – schwindelerregender Höhe noch eins drauf.

Da nimmt es kaum Wunder, dass es den Osnabrückern die eine oder andere Sorgenfalte ins Gesicht schlägt und Zoogeschäftsführer Andreas Busemann schon einmal vorsorglich um Unterstützung bittet, wenn es eng werden sollte. Noch ist es nicht so weit. Und es kann getrost davon ausgegangen werden, dass auf dem Schölerberg hart daran gearbeitet wird, dass es auch nie so weit kommt. Im Falle eines Falles aber ist die Stadt – und auch wohl der Landkreis – gefragt, dass, was ihnen in den letzten nahezu 20 Jahren zugeflossen ist, auch wieder zurückzuzahlen.

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