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Polizei ermittelt noch Ursache des tödlichen Unfalls auf B51mit Kleinbus unklar

Von Franz-Josef Raders | 23.12.2014, 08:15 Uhr

Die genaue Ursache des schweren Verkehrsunfalls am vergangenen Mittwoch auf der Bundesstraße 51 in Ostercappeln-Haaren, der zwei Todesopfer und sieben zum Teil schwer verletzte Personen gefordert hat, ist noch nicht geklärt.

Nach Angaben der Polizei in Osnabrück konnten die überlebenden Insassen des Fahrzeugs noch nicht zum Unfallhergang befragt werden. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der 72-jährige Fahrer des mit Personen im Alter zwischen 52 und 93 Jahren besetzten Kleinbusses vermutlich einen Schwächeanfall. Das Fahrzeug kam in Fahrtrichtung Ostercappeln von der Straße ab und prallte unweit der Ziegelei frontal gegen einen Baum . Die Polizei ermittelt eigenen Angaben zufolge wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen und der Körperverletzung in sechs Fällen.

Ein Großaufgebot an Rettungswagen und Notärzten aus Stadt und Landkreis Osnabrück sowie die Freiwilligen Feuerwehren Ostercappeln, Schwagstorf und Belm hatten Unfallopfer versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Noch am selben Abend und am Donnerstag waren eine 84-Jährige und eine 88-Jährige an den Folgen ihrer schweren Verletzungen gestorben .

Alle Senioren sind Bewohner einer Osnabrücker Einrichtung für betreutes Wohnen eines gemeinnützigen Trägers sozialer Einrichtungen und waren auf dem Weg zu einem Pickertessen nach Ostercappeln. Einen technischen Defekt an dem sieben Jahre alten Ford Transit schließen die Ermittler aus. Das Fahrzeug sei zwar sichergestellt und abgeschleppt worden, so ein Polizeisprecher, allerdings nicht um daran Spuren zu sichern, sondern um die Unfallstelle aus „gefahrenrechtlichen Gründen“ zu räumen.

Auch der ehrenamtliche 72-jährige Fahrer des Kleinbusses gelte als „erfahren“. Hinweise darauf, dass die Fahrzeuginsassen nicht angeschnallt gewesen seien, gebe es derzeit nicht, hieß es. Bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit ist allerdings – anders als bei einer hauptamtlichen Tätigkeit – für das Chauffieren anderer Personen kein Personenbeförderungsschein notwendig. Diese spezielle Fahrerlaubnis wird benötigt, wenn man gewerblich bis zu acht Personen befördern möchte.

Inhaber eines Personenbeförderungsscheins müssen die Gewähr dafür bieten, dass sie der besonderen Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen gerecht werden, Ortskunde besitzen sowie gesundheitlich geeignet sind. Die Genehmigung zur Personenbeförderung wird für fünf Jahre erteilt und kann danach verlängert werden. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre, und man muss mindestens zwei Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse B (also des normalen Pkw-Führerscheins) sein.