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Pilotprojekt in Osnabrück Spiegel zeigen Radfahrer im toten Winkel

Von Regine Hoffmeister | 08.12.2013, 22:03 Uhr

Speziell gewölbte Spiegel sollen an den Kreuzungen Hansastraße/Weserstraße, Kommenderiestraße/Johannistorwall und Iburger Straße/Miquelstraße zukünftig für mehr Sicherheit sorgen. Lkw- und Busfahrer sollen mithilfe der Spiegel an den Ampelanlagen leichter in den toten Winkel sehen können.

Besonders Radfahrer rechts neben dem Fahrzeug befinden sich für die Fahrer in ihren erhöhten Kabinen nämlich häufig außerhalb des Blickfelds . Schwere Unfälle können die Folge sein.

Um dieser Gefahr entgegen zu wirken, wurden die 700 Euro teuren Spezialspiegel an den drei Ampelanlagen installiert. „Das Projekt ist ein Versuch, die Sicherheit im Straßenverkehr an diesen Unfallschwerpunkten zu erhöhen. Die optimale Technik gibt es noch nicht“, erklärte Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau.

Die Idee stammt aus den Niederlanden, ergänzte Burghard Albers vom Fachdienst Straßenbau. In Freiburg und Münster gebe es ähnliche Pilotprojekte. Nach der mehrmonatigen Testphase werde Städte übergreifend geprüft, ob die Unfallzahlen an diesen Stellen zurückgegangen sind.

Siegfried Serrahn von der gleichnamigen Stahltransport-Spedition hatte die Stadt bei der Anschaffung der drei Spiegel unterstützt. „Das Thema Sicherheit für Radfahrer liegt uns sehr am Herzen. Deshalb wird die Technik in den Fahrerhäusern der Lkw auch ständig optimiert, um den Fahrer einen besseren Blick in den toten Winkel zu ermöglichen.“ Der deutsche Verkehrssicherheitsrat, das Bundesverkehrsministerium, das Bundesamt für Straßenwesen, der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen und der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung zögen bei diesem Projekt an einem Strang.

„Eine weitere Maßnahme für mehr Sicherheit sind die roten Markierungen, auf denen sich die Radfahrer an den Ampeln vor den Autos postieren können“, ergänzte Schürings. Nicht überall gebe es jedoch genug Platz, um einen solchen Sicherheitsstreifen einzurichten. Außerdem schützen die Streifen auch keine Radfahrer, die bei Grün rechts an den Autofahrern geradeaus vorbei fahren.