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Piepenbrock Kunstförderpreis – Pia Klüver für die beste Arbeit ausgezeichnet Die Jury war sich sehr schnell einig

Von Tom Bullmann | 09.12.2011, 15:28 Uhr

Kurz vor Weihnachten fiebern die Studierenden des Faches Kunst an der Universität Osnabrück traditionell einer Preisverleihung entgegen: Der mit insgesamt 4000 Euro dotierte Piepenbrock Kunstförderpreis wird vergeben – in diesem Jahr zum 18. Mal. Der erste Preis geht an Pia Klüver für eine „autobiografisch inszenierte Rauminstallation“.

Die Arbeit, die den ersten Platz machte, war im Bereich Bildhauerei unter Professor Rainer Hagl entstanden. Auch der Zweitplatzierte Fiete Jonas Keil, der eigentlich im Bereich Malerei nominiert war, überzeugte die Jury mit einer Rauminstallation, für die er 1000 Euro erhält: Aus Altpappe schuf er eine „Urbane Landschaft“, die sich dreidimensional in den Raum erstreckt.

Mit dem dritten Preis in Höhe von 1000 Euro wurde schließlich Änne Mews für den „Tanz der alten Herren“ ausgezeichnet, ein Stück, das im Bereich Spiel/Bühne präsentiert wurde.

„Wir konnten uns sehr schnell einigen“, erklärte Professor Dr. Hans-Joachim Manske von der Städtischen Galerie Bremen nach der Juryentscheidung.

Neben Maria-Theresia Piepenbrock als Preisstifterin und dem Präsidenten der Universität Osnabrück, Professor Dr.-Ing. Claus Rollinger, waren wieder viele Experten im Kunsthaus der Uni auf Talentsuche gegangen: Ursula Bode, Kunstkritikerin aus Essen, Professor Dr. Klaus Dierßen von der Universität Hildesheim, Professor Eckard Kremers von der Philipps-Universität Marburg, Professor Thomas Rentmeister von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig sowie Hans-Joachim Manske.

Pia Klüvers autobiografische Rauminstallation fand auf Anhieb viel Zuspruch. Die zahlreichen Utensilien, die die Studentin aus ihrem Leben zusammengetragen hat, sind in dem kleinen Raum mit nahezu unsichtbaren Nylonbändern aufgehängt. Ob Tisch, Lampe, Fotos an der Wand, Kinderausweis auf einem Regal, Glasbehälter mit Freundschaftsbändern oder gar die Türklinke zum Raum – alles befindet sich im Schwebezustand.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr zusätzlicher Raum zur Präsentation genutzt: In einem benachbarten, leer stehenden Supermarkt werden Exponate von Nominierten gezeigt. Neben den Preisgeldern setzt Maria-Theresia Piepenbrock auch wieder 2000 Euro für Ankäufe ein.

Die Ausstellung mit den nominierten Arbeiten ist bis Freitag, 16. Dezember, Sa. bis Do. von 10 bis 17 Uhr und Fr. von 10 bis 14 Uhr im Uni-Gebäude an der Seminarstraße 33 zu sehen und wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Führungen und Abendveranstaltungen begleitet. Infos unter www.uni-osnabrueck.de