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Park-and-ride-System im Aufbau Blechlawinen vor den Toren Osnabrücks aufhalten

Meinung – Sebastian Stricker | 21.06.2018, 08:00 Uhr

Autoverkehr in der Osnabrücker City ist nicht flüssig, sondern häufig überflüssig. Mit jeder neuen Park-and-ride-Möglichkeit steigen deshalb die Chancen, hereinbrechende Blechlawinen bereits an den Toren der Stadt aufzuhalten.

Für das geplante P+R-Angebot am Rubbenbruchsee sprechen mehrere Dinge: Erstens befindet sich die benötigte Fläche in öffentlicher Hand. Sie ist damit grundsätzlich leichter verfügbar als ein Privatgrundstück, das erst für viel Geld gekauft werden müsste. Zweitens liegt die neue Haltestelle „P&R Rubbenbruchsee“ günstig an einer wichtigen Ein- und Ausfallstraße, außerdem in Autobahnnähe. Beides verspricht hohe Fahrgastfrequenz. Drittens hat ein Wechsel auf öffentliche Verkehrsmittel an dieser Stelle den Vorteil, unter Umständen schneller und bequemer zum Ziel zu kommen, als es mit dem eigenen Wagen möglich wäre. Man steht plötzlich nicht mehr im (selbst mitverursachten) Stau, spart sich oft auch Parkplatzsuche und Parkgebühr. Stattdessen geht es mit Start der Metrobus-Linie M2 im Herbst 2019 ohne Umweg vom äußersten Zipfel Eversburgs über die zentrale Drehscheibe Neumarkt bis zur Endstation am Hauptbahnhof.

Die Ikea-Haltestelle im Südwesten von Osnabrück bietet künftig ähnlich gute Voraussetzungen für attraktives Park-and-ride. Praktisch für die Planer: Um das „P“ in P+R brauchen sie sich hier nicht mehr zu kümmern. Denn Parkplätze sind rund um das schwedische Möbelhaus bereits reichlich vorhanden. Und mit demnächst drei starken Busverbindungen ist auch das Element „R“ gut abgedeckt.

Ob sich ein vergleichbares System wohl auch im Osten der Stadt, etwa an der A33, schaffen lässt? Schön wär‘s.