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Osnabrücker Unternehmen TV-Koch Trettl neues Werbegesicht von Kaffee Partner

Von Stefanie Hiekmann | 23.06.2017, 18:32 Uhr

Ein prominentes Gesicht zieht sich seit jetzt durch Inneneinrichtung, Webseite und Publikationen des Osnabrücker Unternehmens Kaffee Partner: Der Südtiroler Spitzenkoch Roland Trettl ist neuer Markenbotschafter des Kaffeeautomatenverleihers.

Am Freitag stellte sich Trettl den 250 Mitarbeitern persönlich vor. „Ich denke, dass man sich über guten Kaffee deshalb so sehr freut, weil man einfach so oft schlechten bekommt!“, sagt der einstige Witzigmann-Schüler in einem der frisch gedrehten Video-Spots, die durch das Kaffee-Unternehmen nun in der Welt verbreitet werden.

Mit dem Gesicht des bekannten und erfolgreichen Spitzenkochs, der mittlerweile vor allem auch durch TV-Formate wie „The Taste“, „Die Karawane der Köche“ (mit Tim Mälzer) oder „Kitchen Impossible“ im Rampenlicht steht, möchte das Unternehmen gezielt ein jüngeres, gastro- und genussaffines Publikum ansprechen, wie der Vorsitzende Geschäftsführer Michael Kieppe im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte.

Identifikationsfigur

Gleichzeitig werde Trettl natürlich auch eine wichtige Identifikationsfigur im Unternehmen: Auf Wandbildern, in Prospekten und formatfüllend auf der neuen Internetseite – das Gesicht des charmante Spitzenkochs ist im Hause Kaffee Partner nun quasi allgegenwärtig.

 (Weiterlesen: Interview mit Roland Trettl – „Köche retten kein Leben“) 

Nicht zuletzt deshalb sollten ihn jetzt auch alle Mitarbeiter kennenlernen: In seiner gewohnt lässigen und authentischen Art stellte sich Trettl vor, schaute sich die Arbeitsplätze an und lächelte anschließend noch gefühlt 250-mal in diverse Handykameras. „Das nehmen die dann alle als Bildschirmhintergrund an ihrem Schreibtisch – das ist doch toll!“, freute sich Kieppe, als er dem Blitzlichtspektakel zuschaute.

Langfristige Partnerschaft

Er selbst habe die Partnerschaft als „leidenschaftlicher Esser und Genießer“ initiiert und Trettl bei einem dreistündigen Essen in München kennengelernt. „Wir streben eine langfristige Partnerschaft an“, stellte der Vorsitzende der Geschäftsführung klar. „Sie dürfen davon ausgehen, dass es weit über zwölf Monate hinausgeht!“

Warum Roland Trettl? Zum einen natürlich, weil er ein bekannter Spitzenkoch sei. „Ein Typ, der sich perfekt mit Gastronomie und Genuss auskennt“, so Kieppe. „Und er ist eben wirklich ein Typ“, betonte der Geschäftsführer nochmals mit Nachdruck. Trettl sei eben einer, der authentisch das sagt, was er meint, sich nicht verdrehen lässt und auch mal mit Konventionen aufräumt. „So, wie er auch in seinem Buch schreibt“, sagte Kieppe.

Kritiker der Spitzengastronomie

Trettl kritisiert in seinem Buch „Serviert – Die Wahrheit über die besten Köche der Welt“ (ZS-Verlag München 2015) nicht nur die in seinen Augen viel zu steife und staubige Atmosphäre in vielen Spitzenrestaurants, er hinterfragt im Rückblick auch selbstkritisch sein eigenes Handeln als junger Küchenchef in Eckart Witzigmanns damaligem Restaurant „Ca’s Puers“ auf Mallorca.

Logisch, dass Trettl nicht gleich bei der ersten Anfrage von Kaffee Partner zugesagt hat. Er habe sich Maschinen schicken lassen, Kaffee und Espresso probiert, sich das Design angeschaut, die Menschen kennengelernt. „Ich ärgere mich täglich über schlechten Kaffee“, sagte der 45-Jährige. „Wenn ich dann einen Partner auf Augenhöhe finde, da gebe ich dann auch gerne mein Gesicht her!“

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