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„Osnabrücker superfreundlich“ Zum Abschied vom 15. Landesturnfest: Persönliche Eindrücke und Erlebnisse

23.07.2012, 20:10 Uhr

„Cool.“ So bewerten vor allem junge Teilnehmer das 15. Landesturnfest in Die reiferen Jahrgänge sprechen von einer gelungenen Veranstaltung. Wir veröffentlichen einige Meinungen mit „besten Grüßen aus Osnabrück“.

Kira Hoffmann (11 Jahre, Teilnehmerin vom Lemwerder TV): „Ich finde das Turnfest ganz cool. Da gibt es so viel Abwechslung, da kann mal alles ausprobieren. Die Organisation war toll, die Musik auch. Nach den N-Joy-Abenden haben wir immer mit den Jungs in der Turnhalle nachts um 1 Uhr Fußball gespielt. Das war unser Ritual. Ich komme gern wieder nach Osnabrück, weil es hier so tolle Läden für unser Alter gibt. Auf der Rückfahrt im Bus werde ich bestimmt schlafen“

Ulrich Schulz (64, Teilnehmer vom TSV Salzgitter): „Ich bin seit 15 Jahren bei Turnfesten dabei. Mir ist ganz besonders die Freundlichkeit der Volunteers und Helfer aufgefallen. Das macht alles so angenehm. Ich selbst habe nur am Wahlwettkampf teilgenommen, ansonsten vieles angeguckt. Das war alles sehr positiv.“

Amina Ferguen (22, Hannover, geboren in Algerien, Volunteer im Berufs-Freiwilligen-Dienst am „Fit wie ein Turnschuh“-Stand): „Ich finde alles nett, spaßig und aufregend, besonders auf der N-Joy-Bühne. Es ist cool, die Stars mal zu sehen, die ich zum Teil von Weitem auch gehört habe. Wir hatten nebenbei noch ein Projekt in der Jugendherberge.“

Rainer Knoop (50, Ex-Fußballer, als Gastwirt dabei): „Die Atmosphäre war locker. Mir ist die Freundlichkeit besonders aufgefallen, auch wie die Menschen hier alles genießen. Das Miteinander zwischen Osnabrückern und den Gästen fand ich bewundernswert. Ichhatte nur mehr Besucher erwartet nach den Zahlen vorher. Wir hatten gut zu tun und oft auch Besucher, die nur mal eben gefragt haben, ob sie bei uns zur Toilette gehen dürfen. Natürlich durften sie.“

Christa Paetsch-Mönkeberg (63, Übungsleiterin vom ASC Göttingen): „Ich bin seit 1998 bei Turnfesten dabei und habe hier an vier Akademie-Veranstaltungen teilgenommen. Bei einer Rallye haben wir Osnabrück als sehenswerte Stadt kennengelernt, vor allem die alten Bauwerke haben es mir angetan. Ich habe einige Anregungen mitgenommen, schließlich findet das nächste Landesturnfest 2016 in Göttingen statt.“

Frank Schüür (47, Volunteer aus dem Turnkreis Leer): „Ich habe schon viele Turnfeste besucht und bin deshalb als Volunteer hierhergekommen. Besonders gefreut hat mich, wie offen und herzlich uns die Bevölkerung aufgenommen hat. Nicht nur einmal haben wir gehört: Toll, dass ihr da seid. Auch die Hausmeister und die Polizei waren sehr hilfsbereit – das ist nicht immer selbstverständlich.“

Thomas Köhne (38, vom Tischtenniskreis Osnabrück-Stadt): „Wir hatten an unserem Stand in der Osnabrückhalle viel Betrieb. Die Leute waren alle sehr gut drauf, wir hatten unseren Spaß. Bei den Osnabrückern hat es etwas gedauert, aber dann sind auch sie vom Turnfest-Virus erfasst worden. Für mich war es das erste, aber bestimmt nicht das letzte Turnfest.“

Simone Kautza (44, Betreuerin vom MTV Bad Pyrmont): „Ich war nach 30 Jahren das erste Mal wieder auf einem Turnfest. Es hat sich viel getan, ich entdecke viele neue Geräte. In der Johannischule sind wir sehr gut betreut worden. Wir hatten auch einen Krankheitsfall, da wurde schnell gehandelt. Die Bevölkerung hier war superfreundlich. Ich brauchte nur eineFrage in den Augen zu haben, schon kamen die Leute auf mich zu und haben ihre Hilfe angeboten.“

Michael Stephan (45 , Betreuer vom ATS Buntentor Bremen): „Ich bin schon auf einigen Turnfesten gewesen, aber diesmal waren wir das erste Mal mit Kind hier. Unser Sohn ist erst zweieinhalb, aber wir konnten trotzdem viel unternehmen. Wir waren mit ihm dreieinhalb Stunden auf dem Piratenspielplatz, haben uns die Eröffnungsshow und das Rendezvous der Besten angesehen. Sehr gut war auch die Betreuung in der Käthe-Kollwitz-Schule.“

Johanna (7) und ihre Turn-Freundinnen von der TG Borgloh/Wellendorf: „Das Beste war das Trampolinspringen und das Kinderschminken und natürlich unser Wettkampf.“

Rita Riemenschneider (Organisatorin vom SC Schoningen/Landkreis Northeim): „Insgesamt war es ein gelungenes Turnfest. Wir waren mit 54 Personen vom Verein hier. Langsam wurde es auch mit den Auskünften besser. Am Anfang fehlten mir die Informationen zum Beispiel über die genauen Abfahrzeiten der Busse. Aber sonst war alles super organisiert.“

Lea Schnetzke (16, Teilnehmerin vom TuS Niedernwöhren im Landkreis Schaumburg): „Ich fand es klasse, dass man so viel mitmachen konnte. Das haben wir ausgenutzt. Besonders toll war die Turnfestgala. Die Leute in Osnabrück waren total nett.“

Thomas Thal (66, vom TSV Kronshagen bei Kiel, der mit seinem Sohn Fabian in Osnabrück war): „Für mich war das Turnfest etwas ganz Besonderes, weil es für mich quasi die Rückkehr in den Sport war. Ich habe 1968 das letzte Mal an einem Turnfest teilgenommen. Seitdem hatte ich nichts mehr gemacht. Vor einem Jahr bin ich wieder angefangen. Obwohl ich Leistungsturner war, konnte ich nichts mehr. Nach einer Rolle vorwärts war ich nicht mal mehr in der Lage aufzustehen. Ich habe 83 Kilo gewogen und dank meiner sportlichen Aktivitäten 15 Kilo abgenommen. Die Reise zum Turnfest nach Osnabrück habe ich privat organisiert. Leider waren, soweit ich das mitbekommen habe, viel zu wenige aus Schleswig-Holstein hier, die ja auch am niedersächsischen Landesturnfest teilnehmen konnten. Wir haben viel gesehen von Osnabrück. Eigentlich wollten wir noch nach Kalkriese und uns die Ausstellung zur Varusschlacht anschauen, aber da war am Montag geschlossen. Mit dem guten Wetter lebte in Osnabrück alles auf. Das Turnfest war hervorragend organisiert. Ich würde gerne wieder nach Osnabrück zurückkommen.“