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Osnabrück TV-Fahndung nach Unfall bei Osnabrück

07.07.2009, 22:00 Uhr

Mit einer bundesweiten Fernsehfahndung sucht das Polizeipräsidium in Münster jetzt nach einem Autofahrer, der am 6. April auf der A 1 in Höhe Lotte-Osnabrück einen schweren Verkehrsunfall mit fünf Verletzten verursacht hat und dann geflüchtet ist.

Unterstützt wird die Suche der Polizei vom Vox-Magazin „auto mobil“, das am Sonntag, 12. Juli, 17 bis 18.15 Uhr, in seiner Beitragsreihe „Die Unfallakte“ die genauen Umstände des Unfalls schildert und auch mit den Unfallbeteiligten gesprochen hat. Von der TV-Fahndung erhofft sich die Polizei Rückschlüsse auf den Fahrer eines silberfarbenen VW Golf. Das Auto soll Steinfurter (ST) oder Stader Kennzeichnen (STD) gehabt haben.

 In Höhe der Auffahrt Osnabrück-Hafen war der Fahrer des VW Golf mit hoher Geschwindigkeit vom Beschleunigungsstreifen direkt auf den linken der drei Fahrstreifen gezogen. Insgesamt sechs nachfolgende Fahrzeuge hatten keine Chance mehr auszuweichen und kollidierten heftig miteinander. „Er muss den Unfall mitbekommen haben, denn das Auto stand für kurze Zeit noch auf den Seitenstreifen“, erinnert sich Unfallopfer Thomas Wittek aus Bielefeld. Während einige der Unfallbeteiligten zu diesem Zeitpunkt noch in ihren Fahrzeugen eingeklemmt waren, setzte der Autofahrer wenig später seine Fahrt in Richtung Dortmund einfach fort.

 Durch den Beitrag bei Vox will die Polizei die Suche nach dem flüchtigen Fahrer eingrenzen. Problem ist nämlich, dass es keine Berührung mit dem Verursacherauto gegeben hat und dass deshalb die Fahndung nach dem Fahrer der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen gleicht. „Wir gehen davon aus, dass dieser Golffahrer durch seine aggressive Fahrweise auch anderen Verkehrsteilnehmern aufgefallen sein könnte. Und vielleicht gibt es ja jemanden, der sich das komplette Kennzeichen notiert hat“, erläutert Polizeihauptkommissar Andreas Glünz von der Autobahnwache in Lotte.

 Gegen den Golffahrer wird übrigens nicht nur wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht, sondern auch wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.