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Osnabrück Poppe: Keine Klarheit für die Schulen

08.04.2009, 22:00 Uhr

Keine Klarheit für die Schulen und die Hauptschüler hat nach Angaben des SPD-Landtagsabgeordneten Claus Peter Poppe die Beantwortung der Kleinen Anfrage an die Landesregierung zu den Auswirkungen des „Neustädter Modells“ auf den Landkreis Osnabrück gebracht.

Die Landesregierung hatte vorgeschlagen, Schulversuche aus Neustadt und Hameln landesweit zu übertragen. In diesen Schulversuchen erhalten Schüler des 9. und 10. Schuljahrgangs an zwei Tagen in der Woche Fachpraxis- und Fachtheorieunterricht im Umfang von 14 Stunden an der jeweiligen berufsbildenden Schule, im Landkreis Osnabrück also in Bersenbrück, Melle oder Osnabrück.

In der Antwort auf die Frage stehe kein Wort zu den vor Ort entstehenden höheren Kosten der Schülerbeförderung, kein Wort zu den notwendigen baulichen Veränderungen und kein Wort über die Auswirkungen auf die Lehrerversorgung.

Das alles solle noch geprüft werden, zitiert Poppe aus dem Antwortschreiben. „Schulen und Schulträger brauchen aber Planungssicherheit und keine zusätzliche Verunsicherung. Das ist ein weiteres Beispiel für die Orientierungslosigkeit dieser Landesregierung“, sagte der Quakenbrücker SPD-Politiker.

Völlig ungeklärt ist nach Poppes Worten auch, wie die Kooperationsformen zwischen Hauptschulen und berufsbildenden Schulen aussehen sollen. Fest stehe nur, dass es keine zusätzlichen Mittel und Lehrer geben werde.