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Osnabrück Osnabrücker Stellplatztaktik

Meinung – Dietmar Kröger | 18.12.2015, 07:45 Uhr

Die Osnabrücker Stadtverwaltung will mit einer neuen Stellplatzsatzung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie will mehr Geld einnehmen und den Individualverkehr bremsen.

Die Stadtverwaltung setzt damit ihre konsequente Linie der möglichst weitestgehenden Verbannung des Pkw-Verkehrs aus der Innenstadt weiter fort. Das wird nicht allen gefallen. Der Neumarktsperrung und der Verknappung des Parkraums und dem dadurch befürchteten Attraktionsverlust des Oberzentrums steht aber ein Zugewinn an Lebens- und auch Einkaufsqualität gegenüber. Die entstehenden Freiräume müssen dafür allerdings auch dementsprechend genutzt werden. Auch hierfür sind Konzepte gefragt.

Die sind erst recht gefragt, wenn es um eine Förderung des Radverkehrs geht. Meldungen über tote und verletzte Radfahrer sind nun wahrlich nicht dazu angetan, die Menschen für das Fahrradfahren zu gewinnen. Da hilft auch keine Stellplatzsatzung für Fahrräder. So lange die Verbannung des Schwerlastverkehrs aus der Stadt nicht möglich ist, wird der sichere Ausbau des Radwegenetzes oberste Priorität haben müssen.