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Osnabrück Mieten in Osnabrück: Mit bremsen allein ist es nicht getan

Meinung – Dietmar Kröger | 10.12.2015, 21:05 Uhr

Nun hat es die Stadt auch schriftlich: In Osnabrück werden Wohnungen zu teuer. Die Stadt soll auf die Bremse treten, sagt die NBank.

Ob man es nun wahrhaben will oder nicht – wir leben in der sogenannten Freien Marktwirtschaft, in der Angebot und Nachfrage den Markt regeln. Das gilt auch für den Wohnungsmarkt. Nun ist die Frage, wie weit sich der Staat in diesen Markt einmischen will oder darf. Oder muss. Er wird – vor allem in den Ballungszentren und dazu zählt in gewissem Maß auch Osnabrück – wohl müssen, um Wildwuchs einen Riegel vorzuschieben. Allerdings ist hier gefühlvolles Vorgehen gefragt. Denn niemandem ist damit gedient, wenn den Investoren die Lust am Investieren vergeht. Die Folge wäre noch weniger Wohnraum für immer mehr Menschen in den Städten. Eine Mietpreisbremse kann also ein hilfreiches Instrument sein.

Der Stadt bleibt aber noch ein weiteres: Die Schaffung von Wohnraum zu unterstützen. Damit hätte sie den größten Einfluss. Denn so will es der Markt: Wird das Angebot größer, werden die Preise geringer. Dazu muss der Fuß vom Brems- auf das Gaspedal bewegt werden. Schnellere Verfahren, keine ausufernden städtebaulichen Wettbewerbe, Gutachten oder andere Hemmnisse. Und da ist nicht nur die Verwaltung gefragt. Auch die Politik fährt oft genug gemächlich den Wackeldackel durch die Wohnungsbauwelt spazieren. Hand in Hand arbeiten wäre eine gewinnbringende Alternative. Wie auf dem Bau.