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Osnabrück Jetzt fliegen sie wieder im Dirt-Park

03.07.2009, 22:00 Uhr

Und ist eine BMX-Strecke an der Vehrter Landstraße, wo Sportler mit ihren geländegängigen Rädern springen können. Aufgrund des schlechten Zustands wurde die Fläche hinter der Eissporthalle aber zuletzt nur wenig genutzt. Auf Initiative von jungen Sportlern wurde sie nun neu hergerichtet.

Am Donnerstag finden sich Dominic Munke, Lenard Feuerstein, Joshua und Cédrich Kummer sowie Christian Kruse an der Fahrrad-Anlage ein. Vor einigen Stunden sind die Arbeiten hier abgeschlossen worden. Die jungen Leute haben ihre „Dirt-Bikes“ dabei. Unverzichtbar sind Helm, Handschuhe und Schutzkleidung angesichts meterhoher Sprünge. Die neue Bahn ist nun vielseitiger mit „Corner“ (man springt um die Ecke) oder „Step-up“: Der Hügel, auf dem der Fahrer landet, ist höher als die Absprungstelle.

Es ist ein nicht ganz günstiges Hobby. Ein vernünftiges Einstiegsfahrrad kostet bereits wenigstens 600 Euro. Fortgeschrittene und Profis legen noch deutlich höhere Beträge auf den Tisch.

Abgefahrene Rampen

Dafür braucht man natürlich auch eine passende Strecke. 2003 wurde die Bahn angelegt. Sie umfasste verschiedene Rampen, auch „Dirt-Lines“ genannt, und ein Bereich mit Steilkurven, den die Sportler als „4 Cross-Strecke“ bezeichnen. Doch Rampen und Steilkurven waren mit der Zeit reichlich abgefahren und unattraktiv für die Nutzer. Zwischenzeitlich legten diese eigene Rampen an. Hier griff dann wiederum die Stadt ein, da die Eigenkreationen baulich nicht immer sicher waren.

Christian Kruse brachte dann Bewegung in die Sache. Der 19-jährige Wallenhorster wandte sich zunächst an Stefan Harre vom Jugendzentrum Lerchenstraße, der wiederum den Eigenbetrieb Grünflächen und Friedhöfe ins Boot holte.

Mit Marion Niemeyer, die im Bereich Neubau und Objektplanung auch für Spielplätze zuständig ist, fand dann vor vier Wochen eine Ortsbesichtigung statt. Was möchten die Jugendlichen? Und was kann die Stadt wiederum leisten? Diese Fragen standen im Vordergrund. Ziel war es auch, einen „Dirt-Park“ zu entwickeln, auf dem nicht nur Fortgeschrittene, sondern auch Anfänger fahren können, sagt Marion Niemeyer.

Sonderlob für Arbeiter

Die Umsetzung wurde dann ganz kurzfristig angegangen. Der Eigenbetrieb musste angesichts der Urlaubszeiten die Arbeiten entweder sofort angehen oder bis zum Ende der Sommerferien warten. Man entschied sich für die schnelle Umsetzung und stellte Mitarbeiter und Maschinen zur Verfügung.

Die Nutzer packten auch selber mit an, und mit den Plänen von Christian Kruse wurde der „Dirt-Park“ neu gestaltet. Das Sonderlob der Sportler: Bei Maschinenführer Rolf Meyer zu Lösebeck fanden sie mit ihren Wünschen immer ein offenes Ohr.