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Osnabrück Den Dialog suchen

Meinung – Jörg Sanders | 28.10.2013, 19:45 Uhr

Mit rund zehn Einsatzwagen hat die Polizei die „Critical Mass“ am Freitag an der Osnabrückhalle empfangen und kurzzeitig festgehalten. Anschließend begleitete sie mit sechs Fahrzeugen die rund 80 Radfahrer um den Wall. Das war unverhältnismäßig. Schließlich trafen sich dort Radfahrer zum Radfahren und keine gewaltbereiten Hooligans.

Vermutlich war es sogar Unrecht von den Beamten, einzelne Radfahrer am Verlassen des Platzes zu hindern. Diese Situation soll sich nicht wiederholen. Polizei und Radfahrer sollten in den Dialog treten, so wie es auch in anderen Städten geschieht. In Hamburg beispielsweise nehmen rund 2000 Radfahrer an der „Critical Mass“ teil. Dort gibt es keine Probleme mit Stadt oder Polizei. Die Osnabrücker Kollegen täten also gut daran, künftig gelassener zu reagieren und sich an den Kollegen aus anderen Städten zu orientieren oder Unterstützung zu holen.

Doch auch die Osnabrücker Teilnehmer sollten ein wenig gelassener reagieren. Für die hiesige Polizei ist die „kritische Masse“ ein neues Phänomen. Dass sie nun nach einer Lösung sucht, ist ein gutes Signal, das bei den Radfahrern Gehör finden sollte.