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Osnabrück CDU kritisiert Pistorius’ Umgang mit Hallen-Chefin

10.07.2009, 22:00 Uhr

In einer Pressemitteilung hat die Osnabrücker CDU-Stadtratsfraktion jetzt den offenbar bevorstehenden Weggang der Stadthallen-Chefin Kristina Wulf zum Anlass genommen, um scharfe Kritik an Oberbürgermeister Boris Pistorius zu üben. Wulf ist Berichten zufolge ein Posten in Aachen angeboten worden, wo sie künftig die „Eurogress“ leiten soll.

„Die CDU-Stadtratsfraktion bedauert zutiefst die Entscheidung von Kristina Wulf, Osnabrück zu verlassen“, heißt es in der Erklärung der Christdemokraten. Wulfs Engagement und ihre hohe fachliche Kompetenz seien für die Osnabrückhalle ein nicht zu unterschätzender Wert gewesen. Alle Fraktionen hätten ihre Wahl zur Geschäftsführerin seinerzeit begrüßt. Und auch bei den Mitarbeitern habe sie sich großes Vertrauen erworben, so der CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde.

Den Grund für Wulfs Entscheidung für Aachen sieht die CDU vor allem im Verhalten des Oberbürgermeisters. „Man kann den Eindruck gewinnen, dass Herr Pistorius an starken Geschäftsführerinnen nicht interessiert ist. Insbesondere der Umgang mit Frau Wulf im Zuge der Arena-Planung hat dies deutlich gemacht“, wird Irene Thiel, Aufsichtsratsvorsitzende der Osnabrückhalle, zitiert.

Trotz Wulfs Weggang unterstütze die CDU weiterhin die Forderungen der scheidenden Hallenchefin, einen klaren Stufenplan aufzustellen, um „nicht weiter den Mangel zu verwalten und Löcher zu stopfen, sondern die Osnabrück-Halle nach vorn zu bringen“.

Die Sanierung der Halle, auch unter energetischen Gesichtspunkten, die weitere Verbesserung der technischen Standards sowie weitere Investitionen seien notwendig, um die Zukunftsfähigkeit der Halle zu sichern. „Auch bei der gegenwärtig schwierigen Haushaltssituation müssen die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden“, so Burkhard Jasper, CDU-Kreisvorsitzender und Vorsitzender des städtischen Finanzausschusses. Es müsse genau überlegt werden, welche Finanzierungswege dafür gewählt werden könnten .