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Nie als Flüchtlingsunterkunft genutzt Was wird aus der leer stehenden Käthe-Kollwitz-Schule?

Von Cornelia Achenbach, Cornelia Achenbach | 09.02.2017, 15:18 Uhr

Was wird eigentlich aus der Käthe-Kollwitz-Schule im Stadtteil Schölerberg? Für rund 500.000 Euro ist die frühere Haupt- und Realschule 2015 umgebaut worden, um als vorübergehende Unterkunft für Flüchtlinge zu dienen. Die sind jedoch nie eingezogen.

„Es ist ja nicht so, dass die Käthe-Kollwitz-Schule komplett leer steht“, sagt Stadtsprecher Sven Jürgensen auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Berufsbildenden Schulen am Schölerberg würden einige Räume nutzen, im Sommer sei das Theater hier gewesen, und auch die Turnhalle werde von Vereinen belegt. Nur der Trakt, der für Flüchtlinge vorgesehen war, der renoviert und mit Duschen ausgestattet wurde, stehe die meiste Zeit leer. Auch die Volkshochschule, die bis vor Kurzem noch die Kurse „Deutsch als Zweitsprache“ in der Käthe-Kollwitz-Schule unterrichtete, ist raus. Im November eröffnete die VHS einen neuen Standort im Hasepark, an der Franz-Lenz-Straße.

„Wir haben alle mit deutlich mehr Flüchtlingen gerechnet, als am Ende kamen“, sagt Jürgensen. Und dass noch eine Situation eintreten werde, in der eine solche Notunterkunft gebraucht werde, davon sei derzeit eher nicht auszugehen, so der Pressesprecher.

Ursprünglich war einmal angedacht, die Käthe-Kollwitz-Schule abzureißen und Platz für eine Wohnsiedlung zu schaffen. Nach der Investition von rund einer halben Million Euro scheint ein Abriss nun eher unwahrscheinlich. Innerhalb der Verwaltung werde nun überlegt, wie es mit der Schule weitergehen soll. Die Vorschläge sollen dann in den politischen Gremien diskutiert werden.