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Nicht zurück zur Osnabrückhalle Osnabrück: Wohin mit dem Steckenpferdreiter-Brunnen?

Von Sebastian Stricker | 21.10.2013, 19:17 Uhr

Mit Beginn der Umbauarbeiten Anfang März verschwand der Steckenpferdreiter-Brunnen vom Vorplatz der Osnabrückhalle. Dorthin zurückkehren wird das Kunstwerk höchstwahrscheinlich nicht. Die Stadt sucht jetzt einen neuen Standort.

Übergangsweise lagert die meterhohe und tonnenschwere Anlage, eingepackt in ein Holzgestell, auf dem Gelände des städtischen Fachdienstes Technische Betriebe an der Schlachthofstraße (Gartlage). Ein geeigneter Platz zur dauerhaften Installation könnte schon bald gefunden sein: Noch in dieser Woche, sagt Fachdienstleiter Rudolf Günter auf NOZ-Nachfrage, wolle er gemeinsam mit Denkmalpfleger Ansgar Westermeyer „ein, zwei mögliche Standorte“ sichten. Details könne er allerdings nicht nennen.

Fest steht nach Angaben von Osnabrückhallen-Chefin Sandra Gagliardi offenbar nur eins: Der Steckenpferdreiter-Brunnen „kommt nicht zu uns zurück“. Und die Geschäftsführerin ist auch gar nicht sonderlich traurig darüber. Denn die schnörkelige Bronzeskulptur beißt sich ihrer Meinung nach mit der schicken Glasfassaden-Optik der renovierten Veranstaltungshalle. Oder wie Gagliardi es ausdrückt: „Vom Design her passt es nicht mehr optimal.“ Weichen musste das Wasserspiel mit Beginn des Hallenumbaus Anfang März – „da stand es im Weg“. Wäre der Brunnen heute noch an seinem angestammten Platz, „würde er jetzt halb im Foyer und halb draußen stehen“, so Gagliardi.

Der Steckenpferdreiter-Brunnen wurde Ende der 1970er-Jahre vom Osnabrücker Bildhauer Hans Gerd Ruwe (1926-1995) geschaffen. Er erinnert an den heimischen Schülerbrauch des Steckenpferdreitens – seinerseits eine Reminiszenz an den Westfälischen Friedensschluss von 1648. Auch Ruwes wohl bekanntestes Werk, der Bürgerbrunnen von 1986, ist durch seinen Standort (Platz des Westfälischen Friedens) thematisch eng mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieg verflochten. Insgesamt stammen rund ein Dutzend Plastiken und Brunnen in Osnabrück aus der Hand des Steinmetzes. Auch in der französischen Partnerstadt Angers sowie an vielen Orten im Osnabrücker Land sind Ruwes Skulpturen zu finden.

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