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Neues Eckhaus vor H&M Bauantrag für Zauberwürfel auf dem Neumarkt gestellt

Von Wilfried Hinrichs | 13.12.2016, 08:00 Uhr

In kleinen Schritten geht es am Neumarkt weiter: Immobilienkaufmann Theodor Bergmann hat Bauantrag für das Eckhaus vor H&M gestellt.

Wann der Bauantrag beschieden wird, ist ungewiss. Da es sich um kein Standardprojekt handelte, sei eine Prognose unmöglich, sagte Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau.

Das Projekt firmiert in den Neumarkt-Plänen als „Baulos 2“. Stadtbaurat Frank Otte nannte es bei seiner Vorstellung vor einem Jahr den „Schlussstein der Neumarkt-Entwicklung“. Jetzt erscheint es eher als ein weiterer Grundstein, da sich beim geplanten Einkaufszentrum gegenüber bisher kein Stein bewegt hat .

Der Zauberwürfel ist das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs , den das Berliner Büro Gewers und Pudewill gewann. Georg Gewers kennt den Neumarkt, denn er wuchs in Hagen auf, machte am Carolinum Abitur und entwickelte 2005 den ersten Masterplan für die Neumarkt-Entwicklung.

Das Gebäude markiert die westliche Ecke des Neumarktes und rekonstruiert damit den Platz in seiner ursprünglichen Form und Ausdehnung. Die Bebauung ist kompliziert, denn es stehen nur 750 Quadratmeter Baugrund zur Verfügung. Außerdem muss die Einfahrt der Busse in den Grünen Brink möglich sein, und das Haus soll nicht den Blick von der Großen Straße auf das künftige Einkaufszentrum auf der anderen Seite des Neumarktes verstellen.

Terrasse auf dem Dach

Auf der Südseite ragt das Gebäude deshalb ab dem zweiten Obergeschoss über die Buseinfahrt hinaus. Bis zum dritten Geschoss ist Einzelhandel vorgesehen, darüber sollen Büros entstehen. Im Dachgeschoss ist eine Gastronomie mit Südterrasse geplant, die den Gästen einen Panoramablick über Neumarkt und Stadt bieten soll. Die Fassade wird mit hellem Sandstein verkleidet, eine ausgeklügelte Beleuchtung soll die Fenster von unten anstrahlen. Mit den kubistischen Formen greift es die Optik des Einkaufszentrums auf.

Bauherrin des Zauberwürfels ist die T.E.B. Siebte Grundstücksgesellschaft aus der Unternehmensfamilie von Theodor Bergmann. Sein Ziel ist es, im Frühjahr mit dem Bau zu beginnen. Den Erlös aus dem Grundstücksverkauf will die Stadt für die Neugestaltung des Platzes verwenden.

 (Weiterlesen: Was auf dem Neumarkt passiert oder auch nicht passiert)