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Neue Krippe an der Turmstraße Osnabrück hat jetzt 6000 Betreuungsplätze für Kinder

Von Helga Hansen | 26.03.2012, 15:52 Uhr

Die Eröffnung der neuen evangelischen Kinderkrippe begann stimmungsvoll: mit Kinderlachen und einer Andacht. Oberbürgermeister Boris Pistorius betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der neuen Betreuungsplätze für die Stadt: „Vor 25 Jahren hätte man uns noch als Rabeneltern beschimpft, dass wir hier eine Krippe für unter Dreijährige einrichten, das hat sich zum Glück gewandelt.“

Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Osnabrück, Friedemann Pannen, hatte zuvor aus dem Matthäus-Evangelium vorgelesen und aufgefordert, wie einst Jesus Kinder in die Mitte zu stellen. Krippenleiterin Sabine Busemann erzählte, wie sie passend vor Weihnachten 24 Eltern zusagen konnte.

Seit Januar sind ihre Kinder nun in der „Kringel“- und der „Fleckchen“-Gruppe zum Eingewöhnen. Dafür wurden die Räume in der Turmstraße für 800000 Euro komplett renoviert und eine Küche eingerichtet. Noch sehen sie etwas kahl aus. Daher überreichten der Architekt Wilhelm Pörtner und der Vorsitzende der evangelischen Kita-Kooperation, Ulf Jürgens, Umschläge zur weiteren Verschönerung der Krippe.

Osnabrück hat nun 6000 Betreuungsplätze für Kinder, im Sommer sollen über 40 Prozent aller Kinder ab einem Jahr einen Platz haben. Damit werde das für 2013 gesteckte Ziel der Bundesregierung von 35 Prozent schon früher erfüllt, so Oberbürgermeister Pistorius.

Dennoch zeichne sich ab, dass der Bedarf weitaus höher liege und auch mit den weiteren geplanten Plätzen nicht zu decken sei. Hier sei die Bundesregierung gefragt, die trotz des von ihr beschlossenen Rechtsanspruches die finanzielle Unterstützung bisher nicht aufgestockt habe.