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Nach schwerem Unfall am Montag ADFC fordert Tempo 30 auf Osnabrücker Martinistraße

Von PM. | 07.06.2016, 16:35 Uhr

Nach dem schweren Verkehrsunfall, der sich am Montagabend auf der Martinistraße in Osnabrück ereignete und bei dem eine 49-jährige Fahrradfahrerin lebensgefährlich verletzt wurde, werden Forderungen nach einer Tempobegrenzung laut.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung fordern der Osnabrücker ADFC und der Osnabrücker Fahrradblogger Daniel Doerk eine Beschränkung auf Tempo 30 auf der Martinistraße. „Auf dieser nächtlichen Rennstrecke war das ein Unfall mit Ansage . Es ist höchste Zeit, die schwächeren Verkehrsteilnehmer vor dem unverantwortlichen Handeln einiger Autofahrer zu schützen“, wird der Osnabrücker ADFC-Vorsitzende Uwe Schmidt zitiert.

Rückbau auf eine Fahrspur gefordert

„Abends und vor allem zwischen 22 und 0 Uhr hört man Motoren und Auspuff bis in die Parallelstraßen aufheulen. Nicht selten folgen quietschende Reifen. Der Lärm ist lästig, die überhöhte Geschwindigkeit zuweilen lebensgefährlich. Wir kommen zumindest um ein nächtliches Tempo 30 auf der Martinistraße als ad-hoc-Maßnahme nicht herum, wenn wir die Straße sicherer und leiser machen wollen“, fügt Doerk bei. Mittelfristig müsse die Überarbeitung der Straße angegangen werden. Ein Rückbau auf eine Fahrspur pro Richtung mit sicheren Radwegen an der Seite sei seiner Ansicht nach unumgänglich.

Angeblich keine Zeitverluste durch Tempolimit

Der ADFC argumentiert in seiner Forderung mit der Gefahr der unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Autos und Fahrradfahrern. Durch sie würden Unfallfolgen gravierender ausfallen. Eine Herabsetzung des Tempolimits habe dagegen auf eine Ankunftszeit in der Innenstadt praktisch keine Auswirkungen. „Wir fordern Lösungen von der Stadt und wir fordern Kontrollen von der Polizei, damit die Situation auf der Martinistraße nicht eskaliert. Wenn jetzt nichts passiert, ist der nächste Unfall nur eine Frage der Zeit“, so Schmidt abschließend.