Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Musik- und Kunstschule: Offene Tür Junge Talente bei „Kultur macht stark“

Von Matthias Liedtke | 25.07.2014, 18:52 Uhr

„Kultur macht stark“ fördert Jungen und Mädchen. Am Samstag, 26. Juli 2014, ist Tag der Offenen Tür in der Musik- und Kunstschule.

Osnabrück. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2013 finanzierten Förderprogramms „Kultur macht stark“ bietet die daran beteiligte städtische Musik- und Kunstschule ebenso starke wie stark machende außerunterrichtliche Musik- und Kunstangebote für Kinder und Jugendliche aus sogenannten bildungsfernen, von Armut bedrohten Bevölkerungsschichten an.

Neben der Rosenplatzschule und den Grundschulen Eversburg, Dodesheide und Heiligenweg steht die Stüveschule in Schinkel im Zentrum der Bemühungen, auch jungen Menschen aus eher weniger bildungsaffinen Haushalten die Möglichkeit zu eröffnen, ihre musikalischen und künstlerischen Talente frei zu entfalten.

Den aus derzeit fünfzehn verschiedenen Nationen stammenden Schülern der Ganztagsschule kann das Angebot helfen, durch die universelle Sprache der Künste herkunftsbedingte Barrieren zu überwinden. Gerade in den Bereichen Musik und kreative Gestaltung seien „unterschiedliche Sprachen kein Hemmnis“, unterstreicht Schulleiter Martin Igelmann. Sie böten vielfältige emotionale „Ausdrucksformen für das Seelenleben“, die für alle verstehbar seien, und sollten ein „selbstverständlicher Teil der schulischen Bildung“ sein.

Im Rahmen des „Musik Leben! “-Projekts „Saite an Seite“ können Kinder ab der zweiten Klasse einmal wöchentlich in kleinen Gruppen musikpädagogisch betreut und begleitet Geige und Gitarre spielen erlernen. Seit Anfang des Jahres bietet zudem das Projekt „Join the Band“ Jugendlichen an vier weiterführenden Schulen das Erlernen eines Instruments im Bandkontext an.

Im Bereich der bildenden Kunst ermöglicht das seit mehr als einem Jahr bestehende offene Schulatelier unter dem Motto „Künste öffnen Welten“ den Stüveschülern ein „selbstbestimmtes und individuelles Arbeiten“, sagt die betreuende Künstlerin Marion Alfing. Nach einer Wandmalerei auf dem Schulhof und einem Theaterstück in der Schulaula werden derzeit im dritten Halbjahr lebensgroße Fantasie- und Naturwesen als Skulpturen gestaltet, die im Rahmen eines Tages der offenen Tür am Samstag, 26. Juli, ab 14 Uhr in der Musik- und Kunstschule ebenso zu sehen wie die Geigen und Gitarren aller beteiligten Grundschüler in einem öffentlichen Vorspiel zu hören sein werden. Auch und gerade die Eltern und Familien der Kinder seien dazu herzlich eingeladen, betont der stellvertretende Schulleiter Manfred Blieffert die „Türöffner“-Funktion eines Förderprogramms, das auch bildungsbenachteiligten jungen musikalischen und künstlerischen Talenten ein „hoffentlich nachhaltiges, prozesshaftes Arbeiten frei von Zensuren“ ermögliche.