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Moskaubad und Schlossgarten Osnabrücker suchen am heißesten Tag des Jahres nach Abkühlung

Von Johannes Zenker | 23.06.2016, 17:31 Uhr

Der erste Ferientag und 30 Grad im Schatten. Was machen die Osnabrücker, die sich bei diesem Wetter nach draußen trauen? Sie suchen auf jeden Fall nach Erfrischung.

Das Moskaubad bevölkerten laut Badleiter Peter Lübker gegen Mittag rund 1400 Personen: „Das ist zu diesem Zeitpunkt eine ordentliche Zahl, aber wenn es längere Zeit schön ist, erwarten wir am Tag das Fünffache.“ Von daher hofft er auf eine anhaltende Schönwetterperiode. „Der Osnabrücker braucht immer erst drei Tage Hitze, bis er ins Moskaubad kommt“, sagte Lübker und lachte. Aus Hasbergen waren der zwölfjährige Lion und sein gleichaltriger Kumpel Dennis ins Freibad gekommen. „Wenn das Wetter gut ist, sind wir häufig hier. Die Abwechslung ist super: Es gibt Sprungbretter, verschiedene Rutschen und das Wellenbad“, sagte Lion. Und Dennis ergänzte: „Es macht hier einfach Spaß. Man trifft immer irgendwelche Freunde, auch in den Ferien.“

Abkühlung im Schlossgarten

Eine kostenlose Abkühlung gönnten sich Nina Müller und ihr zweieinhalbjähriger Neffe Danilo. Sie streckten die Beine ins Wasser eines der Brunnen im Schlossgarten. „Wir waren erst auf dem Spielplatz Koggestrand am Adolf-Reichwein-Platz, aber das war einfach zu warm“, sagte Müller. Aus diesem Grund seien sie in den Schlossgarten gegangen, um sich etwas zu erfrischen. „Das Wasser ist schön kühl“, so die Studentin. Und genau das Richtige für Danilo: Er balancierte auf dem Brunnenrand und planschte ein bisschen. (Weiterlesen: Neuer Niedrigseilgarten im Moskaubad eröffnet)

In der Innenstadt waren vor allem Erfrischungen für den Magen beliebt. An Barbara Bröerkens Obststand auf dem Wochenmarkt am Ledenhof seien bei warmen Temperaturen Erdbeeren und Wassermelonen der Renner. „Alles was frisch und saftig ist, kommt in diesen Tagen gut an“, sagte die Verkäuferin. Auch Manfred Sander hatte sich mit einem Stück Melone eingedeckt. „Die schneidet meine Frau später auf, und dann kommen wir bei der Hitze gut durch den Tag“, freute sich der Rentner.

Bier und Eis

In einem Straßencafé gönnte sich ein Ehepaar aus Osnabrück ein Glas Bier zum Mittag. „Das ist bei diesen Temperaturen genau das Richtige“, sagte der Mann. Sie wollten den Nachmittag in der Stadt verbringen, aber nicht in den Geschäften schmökern. „Zum Kleidung anprobieren ist es viel zu warm. Wir wollen nur ein bisschen durch die Straßen schlendern“, meinte die Frau. Auch in den Eisdielen herrschte das gewohnte Bild: Die Tische drinnen waren leer und draußen voll besetzt. „So ein Eisbecher nach dem Einkaufsbummel ist doch der Klassiker. Sonst hält man es in der Stadt ja kaum aus“, sagte Simone Rosemann.

Laut Regionalleitstelle Osnabrück trotzen die Osnabrücker dem Wetter übrigens mit Bravour: Die Rettungskräfte verzeichneten keine erhöhte Zahl an Notrufen wegen Kreislaufproblemen.