Ein Artikel der Redaktion

Mitgliederwerbung bleibt mühsam 41. Kreisheimattag des Heimatbundes in Hagen

Von Bärbel Recker-Preuin | 19.04.2015, 16:49 Uhr

Wer Heimat erleben und sich wohlfühlen möchte, sollte sich auch dafür einsetzen. So wie die Mitglieder in den Heimatvereinen im Osnabrücker Land. Vertreter der Vereine trafen sich zum 41. Kreisheimattag in Zwar werden neue Ehrenamtliche für die vielfältigen Aufgaben der Heimatpflege gesucht, die, die sich dafür einsetzen, machen es umso intensiver, wie HBOL-Vorsitzender Jürgen-Eberhard Niewedde erfreut feststellte.

Der Heimatbund Osnabrücker Land, HBOL, bringt sich ein und er äußert sich – wenn nötig – auch kritisch, der Verband bewahrt das Brauchtum und steht Neuem aufgeschlossen gegenüber. So lautet zusammengefasst das Fazit des Jahresberichtes des Vorsitzenden Jürgen-Eberhard Niewedde. Er referierte über die vielfältigen Aufgaben des HBOL und über die Mitwirkung des Verbandes. Niewedde erläuterte die Idee eines gläsernen Depots für ein Landkreismuseum in Bersenbrück und die Schriften wie das Verbandsjournal „De Utroiper“. HBOL-Mitglieder waren bei Sternwanderungen, beim Landwehrmahl, beim Tag des offenen Denkmals und bei plattdeutschen Veranstaltungen aktiv, der Vorstand besuchte Jubiläen, Führungen und war zu Gast beim Landschaftsverband und der Naturschutzstiftung. Als neues Mitglied wurde der Heimatverein Riemsloh begrüßt, somit gehören dem Verband über 40 Vereine an.

Trotz des vollen Programms bedauerte Niewedde, dass „das Thema Heimat vielfach auf Desinteresse stößt“. „Die Mitgliederwerbung bei den 40- bis 60-Jährigen ist sehr mühsam,“ ergänzte HBOL-Geschäftsführer Ulrich Wienke.

Das Fehlen von Ehrenamtlichen führt beim HBOL dazu, dass nicht alle Aufgabenbereiche personell besetzt werden können. Als Beisitzer schieden Elisabeth Benne, Herbert F. Bäumer, Jürgen Kipsieker, Franz Josef Landwehr und Helmut Schmidt aus, so dass die Fachgebiete Plattdeutsch, Landwehr, Brauchtum und Denkmalpflege zurzeit nicht mit Ansprechpartner besetz sind.

Umso aktiver ist Ulrich Wienke. Der Geschäftsführer des HBOL übernahm zusätzlich das bislang vakante Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Die weiteren Ergebnisse der Vorstandwahlen: Vorsitzender bleibt Jürgen-Eberhard Niewedde, Kassenwarte sind Marlies Albers und Ralf Lange, stellvertretende Geschäftsführerin ist Ulrike Bösemann, Öffentlichkeitsbeauftragter Jürgen Krämer.

Der letzte Jahresbericht der Beauftragten für plattdeutsche Sprache, Elisabeth Benne, fiel überaus positiv aus. „Unsere plattdeutsche Sprache lebt“, versicherte Elisabeth Benne. Sie berichtete über Kontakte zu Schulen, zur VHS und zum WDR und bat abschließend die Heimatvereine, besonders Schüler verstärkt mit der plattdeutschen Sprache vertraut zu machen. Elisabeth Benne ist seit 1993 engagiertes Mitglied und Verfechterin der Bewahrung des Plattdeutschen. Sie wurde zum Ehrenmitglied des HBOL ernannt.

Dass der 41. Kreisheimattag die Delegierten in das idyllische Wiesental nach in Hagen führte, hatte einen guten Grund. Der örtliche Heimatverein feiert nämlich sein 50-jähriges Bestehen. „Sie alle machen das Osnabrücker Land aus“, lobte Peter Gausmann, Bürgermeister in Hagen, ebenso Antonius Thorwesten, Versitzender des Heimatvereins Hagen. Dank und Anerkennung erhielten die gastgebende Verein und der HBOL von den politischen Vertretern Andrè Berghegger, Clemens Lammerskitten und Burkhard Jasper, von Sozialdezernent Matthias Selle, Susanne Tauss, Landschaftsverband Osnabrück und Franz Buitmann Kreisheimatbund Bersenbrück.

Der Versammlung schloss sich ein Vortag von Martin Frauenheim, Pilot und Luftfahrthistoriker, an. Vorab hatten die Mitglieder unter der Leitung von Rainer Rottmann die Alte Kirche Hagen und das Töpfereimuseum besichtigt.