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Mit Johanna Wanka Bildungsgerechtigkeit Thema bei Osnabrücker Friedensgesprächen

Von PM. | 22.06.2016, 19:21 Uhr

Die Osnabrücker Friedensgespräche gehen in der kommenden Woche in die nächste Runde: Über Bildungsgerechtigkeit diskutieren Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung (CDU), sowie der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 28. Juni, 19 Uhr in der Schloss-Aula der Universität am Neuen Graben. Geleitet wird sie nach Angaben der Universität Osnabrück von der Theologin Martina Blasberg-Kuhnke, die auch den Vorsitz im Wissenschaftlichen Rat der Friedensgespräche innehat.

Ist Bildungsgerechtigkeit erreichbar?

Das Recht auf Bildung ist Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948. Bildungsgerechtigkeit müsste demnach eine Qualität des Bildungssystems aller modernen Gesellschaften sein. Aktuelle Untersuchungen von Bildungsverläufen junger Menschen zeigen jedoch, dass alte Muster familiärer Bildungsferne und -beflissenheit sowie „gläserne Decken“ im Berufsleben fortbestehen und dass Kinder aus Migrantenfamilien bei Bildung und gesellschaftlichem Aufstieg hintanstehen. (Weiterlesen: Im Mai wurde bei den Friedensgesprächen über den Islamischen Staat diskutiert.)

So stellen sich beim Friedensgespräch unter anderem folgende Fragen: Ist Bildungsgerechtigkeit überhaupt erreichbar? Gibt es überzeugende Maßnahmen und Beispiele für einen gesellschaftlichen Fortschritt durch bessere Bildungschancen? Was muss in unserem Bildungssystem verändert werden?

Johanna Wanka löste im Februar 2013 Annette Schavan als Bundesbildungsministerin ab. Die Mathematikerin war ab 1974 an der Technischen Hochschule in Leuna-Merseburg tätig. 1994 wurde sie hier zur ersten Rektorin gewählt, im Jahr 2000 zur Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg berufen. 2010 wechselte sie in das entsprechende Ressort in der niedersächsischen Landesregierung unter Ministerpräsident Wulff. 1989 war sie Gründungsmitglied des Neuen Forums in Merseburg, von 2003 bis 2010 Mitglied im CDU-Landesvorstand Brandenburg, ab 2009 als Landesvorsitzende. (Weiterlesen: Das komplette Programm der Friedensgespräche 2016)

Micha Brumlik, geboren 1947 in der Schweiz, studierte Pädagogik, Philosophie und Soziologie in Frankfurt, begann als Hochschullehrer an den Universitäten Göttingen, Mainz und Hamburg. 1981 wurde er Professor für Erziehungswissenschaft in Heidelberg, 2000 Professor in Frankfurt. Als Autor und Herausgeber veröffentlichte er zahlreiche Sachbücher, Essays und Zeitschriftenbeiträge.

Freier Eintritt

Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.friedensgespraeche.de .