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Mit filigranen Schattenfiguren Marionettenbühne zeigt „Peter Pan“-Aufführung

Von Uta Biestmann-Kotte, Uta Biestmann-Kotte | 12.06.2016, 13:05 Uhr

Mit einer fantasievollen Aufführung von „Peter Pan“ bezauberte die Marionettenbühne der Gesamtschule Schinkel am Samstag das Publikum im Figurentheater Alte Fuhrhalterei.

„Die Puppen immer an die richtigen Stellen hängen!“ Vor der Premiere gibt Lehrerin Jutta Hilgers den Spielerinnen und Spielern letzte Anweisungen. Schließlich müssen Peter, Wendy und Käpt´n Hook auf der Bühne möglichst rasch in ihre Positionen gebracht werden.

Mit der 60-minütigen Produktion „Peter Pan“ ging am Samstag im Figurentheater Alte Fuhrhalterei die Premiere eines Marionettentheaters für ein Publikum ab fünf Jahren über die Bühne, das von Puppenbau übers Spielen bis zur Musik ganz in Schülerhänden lag. Zwei Jahre arbeiteten die Mädchen und Jungen von der Marionettenbühne der Gesamtschule Schinkel mit Jutta Hilgers an dem Stück frei nach J.M. Barrie.

Dabei kamen erstmals neben fantasievoll gestalteten Marionetten auch filigrane Schattenfiguren zum Einsatz – ein reizvoller Kontrast für eine Story, in der neben Kindern und Elfen auch ein Piratenschiff in die Lüfte steigt. Die Dialoge der Geschichte um den ewigen Jungen Peter Pan, der die Geschwister Wendy, John und Michael ins Fantasiereich Nimmerland holt, wurde von Jugendlichen der 7. bis 12. Jahrgangsstufe eingesprochen. Dadurch konnten sich die Spielerinnen und Spieler im Alter von 16 und 17 Jahren voll auf ihre auch handwerklich gelungenen Marionetten konzentrieren.

So brachte etwa das von Larsen Retzlaff gestaltete Krokodil mit Klappmaul und glitzernden Augen die Kinder zum Lachen. Lea Beckers Nixenfigur schwebte neckisch über die Bühne, während die freche Peter-Pan-Puppe von Paula Imhoff dem bösen Käpt´n Hook immer wieder davon flog. Als Erzählerinnen ließen die Schülerinnen Flora Brüggemann, Emma Röhner und Luisa Zielke die komplexe Story zwischen Kinderzimmer, Piratenschiff und Indianerlager Revue passieren.

Auch die eingespielte Musik lag ganz in Schülerhänden. So hatten die Zwölftklässler Hendrik Wessel-Bothe und Jan Eversmann eigene Sounds kreiert, während in einer Piratenszene Yasin Aras mit einem eigenen Rap zu hören war.

Bautechnische Unterstützung für die um eine Schattenbühne erweiterte Guckkastenbühne kam von Azubis der Firma OSMA-Aufzüge; wertvolle Tipps in Sachen Puppenbau und Inszenierung gab Puppenspielerin Ruth Pflaumer vom Theater Fundulus.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung.

Die Schulaufführungen von Montag bis Donnerstag sind ausverkauft.