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Ministerin Wanka besucht Osnabrück Zweiter Bildungsweg unverzichtbar

Von Gisela Kriz | 04.09.2011, 15:37 Uhr

Am Samstag hielt sich die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Johanna Wanka zu einem Besuch in Osnabrück auf. Eingeladen hatte der CDU-Kreisverband Osnabrück-Stadt.

In der Volkshochschule (VHS) der Stadt Osnabrück sprach Wanka in kleiner Runde mit VHS-Leiter Carl-Heinrich Bösling über die Bedeutung der Erwachsenenbildung für die Berufsqualifizierung und den Erwerb von Abschlüssen. Zur Gesprächsrunde gehörten Kultusdezernentin Rita-Maria Rzyski, Bürgermeister Burkhard Jasper (CDU), die Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen und Fraktionschef Fritz Brickwedde.

Die VHS erbringe als Teil der Erwachsenenbildung, „wichtige Leistungen“, sagte Wanka. Dazu gehöre auch die Integrationsarbeit. Deutschland habe Aufholbedarf bei der Bildungsbenachteiligung im Vergleich zu anderen OECD-Staaten, gestand sie ein: „Der zweite Bildungsweg ist unverzichtbar.“ Denn so könnten junge Männer und Frauen Abschlüsse nachholen, die sie in der Schule nicht erreicht hätten.

„Es muss nicht das Abitur nachgeholt werden“, sagte sie und verwies auf das Modell „offene Hochschulen“, die in Niedersachsen Berufstätigen ein fachgebundenes Studium ohne Aufnahmeprüfung ermöglichen. Hier könne die Volkshochschule künftig spezielle Beratung leisten. Durch den Anstieg der Studienanfänger auf über 40 Prozent seien sie keine „homogene Masse“ mehr. Deshalb müssten Angebote und Betreuung individueller werden.

Anschließend besichtigte Wanka im Akzisehaus des Kulturgeschichtlichen Museums die Ausstellung „In die Wüste gebaut“ zur tausendjährigen Geschichte der Johanniskirche. Sie wurde von Studenten der Uni Osnabrück museumspädagogisch erarbeitet. Eine Stippvisite bei den Städtischen Bühnen, wo am Wochenende das Festival Spieltriebe mit zeitgenössischem Theater die Szene beherrschte, rundete das Programm ab.