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Mierke: Mit dem Ergebnis zufrieden Anspannung im Lager der UWG

Von Michael Schwager | 11.09.2011, 20:37 Uhr

Nils Peters, in der Wahlperiode als Verstärkung aus der SPD in die UWG übergelaufen, verbreitete unablässig gute Stimmung in der UWG-Wahlzentrale in der Stadthalle: „Voxtrup ist noch nicht ausgezählt.“ Da vermutete der Politprofi und SPD-Abweichler die nötigen Stimmen, um doch noch zwei UWG-Mitglieder in den Osnabrücker Rat entsenden zu können. Außerdem begünstige das Wahlsystem kleine Parteien wie die UWG, unterrichtete er die vor dem Computerbildschirm dem Endergebnis entgegenfiebernden Parteifreunde. „Wir sind siegesgewiss“, verkündete Peters, und ein Mitstreiter merkte an: „...aber nicht siegessicher“.

Ein UWGler wird es nach der Schnellmeldung der Ergebnisse aller Osnabrücker Wahlbezirke nun werden. Wulf-Siegmar Mierke wird wie vor fünf Jahren in den Rat einziehen. Mierke sieht es gelassen und befriedigt, auch wenn es diesmal für zwei Leute seiner Partei nicht gereicht hat. Zeitweilig sah es so aus, als würde Klaus-Jürgen Bremm in den Rat kommen. Am Limberg hatte er nach Auskunft von Mierke bei den Wählern mit dem Thema Brecheranlage gepunktet. Am Ende war es dann doch Mierke, der sich innerlich schon von einem Mandat verabschiedet hatte.

Immerhin habe die UWG ihr Ergebnis von vor fünf Jahren wiederholt. Mit erhobenem Haupt könne die UWG das Ergebnis hinnehmen. Bis er am Ende der Wahlperiode Unterstützung von Nils Peters bekommen habe, habe er die kräftezehrende Ratsarbeit als Einzelkämpfer geleistet: „Dazu gehört eine Menge Idealismus, das sage ich ganz offen.“

Der ganze Wahlabend und die Auszählung waren für die meisten Mitglieder und Freunde der kleinen Partei der Unabhängigen ein „Wechselbad der Gefühle“, wie eine Sympathisantin in der Stadthalle unumwunden zugab.