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Meinung Zu viel Arbeit in den Osnabrücker Schulsekretariaten

Meinung – Dietmar Kröger | 13.06.2016, 19:37 Uhr

In den vergangenen 15 Jahren haben sich die Aufgaben der Schulsachbearbeiterinnen gravierend vermehrt. Daran trägt die Landespolitik ein gerüttet Maß an Mitverantwortung.

Wer da noch immer meint Schulsekretärinnen seien in erster Linie dazu da, Pflaster auf Platzwunden zu kleben und ungehorsame Schüler dem Herrn Direktor zuzuführen, der irrt. Die Arbeit hat in der jüngsten Vergangenheit Umfänge erreicht, die mit den Maßstäben der 90er Jahre wahrlich nicht mehr zu messen sind.

Wenn eine Schule eigenverantwortlich geführt werden soll wie ein kleines Unternehmen, braucht der Chef – in diesem Fall der Schulleiter – ein dementsprechendes Sekretariat, dass bis hin zur Finanzmittel- oder Personalverwaltung dem Boss im Alltag tatkräftig unter die Arme greifen kann. Und dabei ist die eigenverantwortliche Schule nur ein Beispiel von vielen für die zahlreichen arbeitsintensiven Veränderungen in der Schullandschaft.

Nun soll an dieser Stelle nicht das Für und wider bildungspolitischer Entscheidungen diskutiert werden. Eines aber ist unstrittig: Die meisten dieser Ideen kommen aus dem fernen Hannover. Was von dort nicht kommt, ist das Geld, das diese Segnungen die Kommune kosten. So müssen die Städte sparen und die Sekretärinnen durch Mehrarbeit ausbaden, was andernorts verbockt wird.