Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Mehr Rad-Unfälle auf Gehwegen Schutzstreifen für Radler auf der Lotter Straße?

Von Rainer Lahmann-Lammert | 18.07.2014, 17:40 Uhr

In der Lotter Straße ist es eng geworden für Radler, seit die Stadt auf Betreiben der Kaufleute breitere Bürgersteige gebaut hat. Jetzt gibt es Überlegungen, zumindest stadteinwärts einen Schutzstreifen anzubringen. Doch die Sache erweist sich als kompliziert.

In der Lotter Straße kommt es immer wieder zu Unfällen zwischen den schwächeren Verkehrsteilnehmern: Radler weichen auf die Gehwege aus und fahren Fußgänger an. Politiker aus dem Stadtentwicklungsausschuss äußerten Verständnis dafür, dass sich manche Radler auf der engen Fahrbahn von Autos bedrängt fühlen. So war die Idee entstanden, Schutzstreifen nach dem Vorbild der Süntelstraße abzumarkieren.

Verkehrsplanerin Heike Stumberg hielt jedoch dagegen, dass die Fahrbahn mit 6,50 Meter Breite zu schmal sei. Falls die Politik darauf bestehe, komme allenfalls ein einseitiger Schutzstreifen infrage. Weil sich fast alle Unfälle auf der südlichen Straßenseite ereignet hätten, biete sich deshalb ein stadteinwärts führender Streifen an.

Verkehrsaufkommen hoch auf der Lotter Straße

Anders als in der Süntelstraße sei das Verkehrsaufkommen in der Lotter Straße sehr hoch, rechnete die Planerin vor. Deshalb würden die meisten Autos wohl über den Schutzstreifen rollen – was auch zulässig ist. Als großen Nachteil bezeichnete Stumberg den Umstand, dass der Mittelstreifen abgefräst werden müsste.

Volker Bajus von den Grünen und Heiko Panzer (SPD) sprachen sich dennoch für den Schutzstreifen aus. Katharina Pötter (CDU) wandte sich jedoch dagegen. So werde es für die Radler in der Gegenrichtung noch enger. Der Ausschuss will das Thema nach den Sommerferien noch einmal erörtern.

Schlechte Noten für Osnabrücker Straßen und Wege