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McDonalds zum Start mit dabei Lieferdienst Foodora kommt nach Osnabrück

Von Mark Otten | 09.06.2017, 17:09 Uhr

Der Lieferdienst Foodora startet im Juni in Während sich der Anbieter bei vielen Fragen bedeckt hält, gibt ein namhafter Partner schon erste Details bekannt.

Foodora fährt die Bestellungen für Restaurants ohne Bringdienst aus. Restaurants nutzen dazu die Foodora-Fahrerflotte, statt eigene Mitarbeiter für einen Liederdienst anzustellen. Kunden bestellen und bezahlen per App. Im Vergleich zum Ladenpreis kosten die Gerichte bei der Lieferbestellung etwas mehr. Foodora selbst kassiert eine Gebühr von 30 bis 35 Prozent des Bestellwerts von den Restaurants. Die Lieferfahrer werden in Osnabrück ausschließlich auf Fahrrädern unterwegs sein, per Algorithmus werden sie möglichst effizient auf die Restaurants und Lieferrouten verteilt.

Osnabrück ist eigentlich zu klein für Foodora

Firmen-Mitgründer Emanuel Pallua hatte gegenüber der FAZ gesagt, dass das Konzept in allen Städten mit mindestens 250.000 Einwohnern funktioniert. Obwohl Osnabrück nur rund 170.000 Einwohner hat, sucht das Unternehmen bereits Fahrer für die Friedensstadt. Wie viele Stellen ausgeschrieben sind, sei „nicht spruchreif“, sagte ein Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion.

McDonalds-Eckstein stellt Lieferservice um

Während das Unternehmen den genauen Starttermin in Osnabrück nicht nennen wollte, liefert ein großen Partner mehr Informationen: McDonalds-Eckstein, der lokale Franchisenehmer, stellt den bisher mit eigenen Mitarbeitern betriebenen Lieferservice McHome zum 19. Juni auf Foodora um, heißt es auf der McHome-Webseite. In anderen Städten setzt die Fast-Food-Kette schon länger auf den Lieferdienst. Die Osnabrücker Mitarbeiter könnten andere Stellen im Unternehmen übernehmen oder zu Foodora wechseln, sodass keine Arbeitslosigkeit drohe, sagte McHome-Projektleiter Markus Renkos unserer Redaktion.

Wie viele und welche Restaurants neben den vier McDonalds-Filialen in Osnabrück Foodora nutzen werden, sagte das Unternehmen nicht verraten. Foodora argumentiert, dass die Kunden das Essen schneller und frischer bekommen. Das besser erhaltene Lieferessen soll wiederum zu mehr Bestellungen bei den Restaurants führen, wovon letztlich der Lieferdienst profitiert. Außerdem können durch den Anbieter Restaurants einen Lieferservice anbieten, die das vorher nicht konnten. Auch ein Test ist mit dem Dienstleister möglich.