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Marlies Robben geht, Marc Janauschek kommt Wechsel im Beirat der Egerland-Stiftung

Von Ralf Döring | 23.10.2017, 18:08 Uhr

Marlies Robben verlässt den Beirat der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Ihr folgt der Kinder- und Jugendarzt Marc Janauschek.

Der Rahmen ist familiär und feierlich. Es gibt Wein und feine Häppchen, außerdem spielt ein ganzes Orchester: die Jüngsten der „Stadtstreicher“, jener Osnabrücker Institution, in der Kinder und Jugendliche mit ihren Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässen erste Erfahrungen im Orchesterspiel sammeln. Eine Einrichtung, die sich der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung verdankt. Heute spielen die jungen Musikerinnen und Musikern in den Räumen der Stiftung, um Marlies Robben zu verabschieden: Die Altersgrenze in der Satzung will es, dass sie ihren Posten im Stiftungsbeirat verlässt. Weiterlesen: Das Choreos-Projekt von Stephan Lutermann - finanziert von der Egerland-Stiftung 

Mehr als die Stars von morgen

Wehmütig ist Marlies Robben deswegen nicht, im Gegenteil: „Ich werde die Arbeit der Stiftung weiterverfolgen und freue mich, dass Vorstand und Beirat mit Freude die Arbeit machen und so Kindern immer wieder Chancen geben, sich weiterzuentwickeln.“ Das meint Stiftungsvorsitzender Johannes Dälken vielleicht, wenn er von den Stars von morgen spricht, die womöglich an diesem Abend im Orchester sitzen. Weiterlesen: Das Odyssee-Projekt im Festspielhaus Baden-Baden 

Dabei fördert die Egerland-Stiftung nicht in erster Linie Eliten. Gefragt nach ihrem Lieblingsprojekt erzählt Robben vom Klassenmusizieren in der Elisabeth-Siegel-Schule: Hier werden Kinder ans Musizieren herangeführt, denen kein akademisches Elternhaus die Tür zur Musik öffnet. „Es ist ein Erlebnis zu sehen, wie Kinder sich für Musik, für Instrumente interessieren“, sagt Robben, „auch und vor allem die, die sonst nie Gelegenheit gehabt hätten, ein Instrument zu spielen.“ Weiterlesen: Ein Musical an der Elisabeth-Siegel-Schule 

Nachfolger von Robben steht schon fest

Nun endet eine Zeit, in der Robben viele Förderanträge gelesen und diskutiert und vor allem auch Projekte selbst verfolgt hat - in der Elisabeth-Siegel-Schule wie im Festspielhaus Baden-Baden. Der Nachfolger ist auch bereits gefunden: der Kinder- und Jugendarzt Marc Janauschek. Damit verjüngt sich der Beirat nicht nur, es fließen auch neue Kompetenzen hinein, sagt Stiftungsvorsitzender Dälken.