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Manege frei! Osnabrücker KiTa St. Barbara – Wie im Zirkus!

Von Florian Moritz | 12.06.2016, 17:49 Uhr

Während des Gemeindefestes der Domgemeinde St. Petrus fand in diesem Jahr erstmals ein Kinderzirkus des Kindergartens St. Barbara statt. Das Besondere: Er wurde von den rund 71 Kindern geplant und auch vorgeführt.

„Damit wir und die Kinder uns an die Atmosphäre im Zirkuszelt gewöhnen konnten haben wir quasi eine Woche in dem Zelt gelebt“, scherzte Nadine Gertken, Leiterin der Kindertagesstätte St. Barbara. Neben einem Kinotag und einem großen Frühstück im Zelt, probten die in zwei Gruppen aufgeteilten Zirkusmannschaften vor einem Publikum der Heinrich-Schüren Schule den Ernstfall. Ein halbes Jahr habe man sich auf diesen Tag vorbereitet, Anspannung bei den Kindern war dennoch nicht zu bemerken. Bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung übten viele Kinder im eigens aufgebauten Zirkuszelt ihr Programm. Fast schon professionell und routiniert.

Mut, Ideen und Fitness

Die Idee, so Gertken, habe ein Kind im Urlaub an der Nordsee bekommen, als es einen Zirkus von Kindern erlebt hatte. Man sei sofort begeistert gewesen und plante mit den Kindern das Programm. Wer möchte ein Löwe sein, wer möchte lernen, wie man jongliert und wer will zaubern? Der Zirkus diene als Nebeneffekt auch im pädagogischen Sinne. Im Kindergartenalltag mussten diverse Fragen geklärt werden. Was braucht man für einen Zirkusauftritt? „Mut“ antworteten die Kinder, „Ideen“ oder auch „Ausdauer und Fitness“.

Kinder sorgen für Einnahmen

Finanziert wurde das Zirkuszelt mit einem Kontingent von über 100 Zuschauern sowie professioneller Licht- und Soundtechnik unter anderem durch Spenden der Gemeinde, aber auch durch den Verkauf von selbst gebastelten Osterkarten nach Gottesdiensten oder durch den Verkauf von selbst gekochten Speisen. „Die Kinder haben sich diesen Zirkus fast selbst verdient und für die Einnahmen gesorgt“, so Gertken. 


Gelungener Abschluss

Im Programm des Zirkus‘ „Rabarbara“ fanden schließlich Zauberer und Clowns, Seiltänzer und Jongleure ihr Spotlight. Ein selbst geschriebenes Lied zum Ende diente als gelungener Abschluss. Für die Eltern gab es anschließend noch die Möglichkeit zwischen selbst gemachten Salaten, Bratwürstchen und Kaltgetränken eine DVD von der Zirkusvorstellung zu erwerben. So haben nicht nur die Eltern eine tolle Erinnerung, sondern auch die Kinder, wenn sie sich in 20 Jahren in der Manege noch wieder erkennen.