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Machtkampf in der AfD Kommunalpolitische Inhalte für die Region fehlen

Meinung – Franz-Josef Raders, Franz-Josef Raders | 11.01.2017, 19:06 Uhr

Im Machtkampf der AfD in der Osnabrücker Region kommt es Ende dieses Monats zur Entscheidung. Ein Kommentar.

In den Stadt- und Gemeinderäten der Osnabrücker Region ist die Alternative für Deutschland nach der Kommunalwahl 2016 nicht wirklich angekommen. Stattdessen machen die AfD-Mitglieder mit parteiinternen Querelen auf sich aufmerksam – wie es die Etablierten nicht besser tun könnten.

Die Wucht der hohen Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr hat der lokalen AfD nicht einmal ansatzweise geholfen. Die beiden Kreisverbände in der Stadt und im Landkreis Osnabrück haben das Protestpotenzial nicht für sich nicht verbuchen können.

AfD fehlt nicht nur das Personal

Ob ein gemeinsamer Verband für die gesamte Osnabrücker Region mehr hätte ausrichten können, ist mehr als fraglich: Für einen wirklich erfolgreichen Wahlkampf fehlt der Alternative für Deutschland in der Region Osnabrück nicht nur das Personal. Viel peinlicher sind die fehlenden kommunalpolitischen Inhalte der AfD. Für den Kreistag des Landkreises hat es im September 2016 mit 5,6 Prozent gerade einmal so gereicht. Ans Mikrofon getreten ist bislang keiner der vier Abgeordneten. Was hätten sie auch sagen sollen?