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Lieblingsplatz in Eversburg Der Rubbenbruchsee: Grünes Zeichen für den Fortschritt

Von Hauke Petersen | 26.06.2012, 06:37 Uhr

Fragt man die Eversburger nach dem schönsten Flecken in ihrem Stadtteil, bekommt man sicher häufiger den Rubbenbruchsee zu hören. Dabei gehört nicht ein Quadratmeter des Sees zu Eversburg. Das nördliche Ufer allerdings schon: mein Lieblingsplatz.

Den See teilen sich Westerberg und Atter. Doch das ficht die Eversburger nicht an – und mich auch nicht. Mehr als drei Viertel der Besucher kommen über den Barenteich hier an und damit über Eversburg. Eine der Attraktionen liegt hier, noch bevor man die Größe des Sees überhaupt überblickt: die Minigolfanlage. Sie wird in diesem Sommer sogar zwei 18-Loch-Parcours anbieten.

Doch das ist genauso schmückendes Beiwerk wie das Café und sein Tretbootverleih. Die Natur ist das, was zählt. Dabei ist der See ganz und gar unnatürlich entstanden. Er wurde Ende der 60er-Jahre für den Ausbau der Autobahn 1 ausgehoben, ist also ein Randerzeugnis des Fortschritts. Das verbirgt er genauso gut wie die Hinweise auf die Geschichte. Denn ein Stück des malerischen Weges rund um den 1,3 Kilometer langen See geht man neben der früheren Landwehr, die die Grenze zur Grafschaft Tecklenburg sicherte.

Der See ist Ausflugsziel für ganz Osnabrück. Am Wochenende trifft sich hier das Who’s who der Freizeitathleten. Es wird gejoggt, geradelt, gewalkt und geschlendert. „Und alle wollen mit ihrem Auto am besten im See parken“, sagt der Eversburger Bürgervereinsvorsitzende Friedhelm Groß erzürnt. Die Parkplatzsituation ist ihm seit Jahren ein Graus.

In der Rushhour verhält es sich am See deshalb wie am Westfalentag in Osnabrück. Einheimische bleiben am besten fort. Der Eversburger besucht „seinen“ See am liebsten unter der Woche.