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Meinung Leider wohl kaum eine Chance für den Grünpfeil in Osnabrück

Meinung – Jörg Sanders | 07.06.2018, 09:12 Uhr

CDU und BOB wollen Verwaltung prüfen lassen, inwieweit der Grünpfeil für Osnabrücks Radfahrer Anwendung finden könnte. Ein löblicher Antrag, aber...

Die Stadt als seit Dezember vergangenen Jahres offiziell fahrradfreundliche Kommune will mehr Osnabrücker auf das Fahrrad kriegen. Derzeit beträgt der Anteil der Radfahrer 23 Prozent – bedeutet: Derzeit werden von zehn Fahrten in der Stadt 2,3 mit dem Rad erledigt. Bis 2030 will die Stadt den Anteil auf 30 Prozent erhöhen. Dazu muss das Radfahren attraktiver werden.

Mit dem Radschnellweg von Osnabrück nach Belm und der Protected Bike Lane (geschützter Radweg) am Heger-Tor-Wall hat die Stadt zwei Prestigeprojekte in der Mache. Der Grünpfeil nur für Radler an Kreuzungen, an denen das Rechtsabbiegen zu jeder Zeit gefahrlos möglich wäre, würde die Attraktivität weiter steigern. Wer würde nicht gerne an wartenden Autos vorbeifahren und Zeit sparen?

Doch es liegt wohl nicht in der Hand der Stadt, den Grünpfeil einzuführen. Die StVO sieht das Schild ausschließlich für Radfahrer nicht vor. So ist zu bezweifeln, dass die Verwaltung dem Grünpfeil ausschließlich für Radfahrer grünes Licht erteilt. Aber womöglich können und mögen Griesert und Lewe ihren Einfluss nutzen.