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Kukuk feiert Geburtstag Seit fünf Jahren ermöglicht „Kukuk“ Kultur für 1 Euro

Von Tom Bullmann, Tom Bullmann | 03.05.2017, 18:32 Uhr

Im Oberen Foyer des Theaters am Domhof feierte der Verein „Kultur für Alle Osnabrück“ den fünften Geburtstag der „Kunst- und Kultur-Unterstützungskarte“.

Er liebt Karotten, egal ob gekocht, roh oder gedünstet: Ralf Waldschmidt. Daher freute sich der Intendant des Osnabrücker Theaters, dass der KAOS-Verein für die Feierlichkeiten zum 5. Geburtstag der „Kukuk“ im Oberen Foyer seines Hauses Möhren als Symbol auf Flyer und Plakate gedruckt hatte.

„Kukuk“, das ist die „Kunst- und Kultur-Unterstützungskarte“. Seit fünf Jahren ermöglicht sie es Menschen, denen wenig Geld zur Verfügung steht, aktiv am kulturellen Leben von Stadt und Landkreis Osnabrück teilzunehmen. „Kukuk“-Initiator Max Ciolek vom Verein „Kultur für Alle Osnabrück“ (KAOS) hatte mit seinem Team zum Geburtstag eine abwechslungsreiche Jubiläumsfeier organisiert.

Nach einer aktiven Aufwärm- und Entspannungsübung für alle Gäste unter Anleitung von Tanzcompagnie-Chef Mauro die Candia unterhielten das Trio Rio und der Chor „Grüner Bereich“ mit Livemusik, der Pantomime Manfred Pomorin spielte einen Straßenmaler in einem Pariser Café und „Kukuk“-Botschafter Christoph Sieber sandte eine Videobotschaft. „Es ist ein Skandal, dass es in unserem reichen Land so etwas wie Kukuk geben muss“, empörte sich der aus verschiedenen TV-Formaten bekannte Kabarettist. Waldschmidt und der Osnabrücker Kulturdezernent Wolfgang Beckermann stimmten in ihren Grußworten zu, begrüßten aber dennoch, dass es die Karte gibt. „Kukuk ermöglicht Partizipation am Gemeinwesen und gibt den Menschen Würde“, sagte Beckermann.

Neben der Vorstellung der „Kulturlotsen“, die neue „Kukuk“-Nutzer an die Hand nehmen, um ihnen die Osnabrücker Kulturszene zu zeigen, wurde auch der neue „Kukuk“-Beutel aus Jute präsentiert. Mit einer historischen Szene von den „Stadtspielern“ und einem Mitmachmärchen von Sabine Meyer vom „Erzähltheater Osnabrück“ endete die bunte Geburtstagsrevue.