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Kritik an geplanten Kürzungen des Bundes SPD: Jugendhilfe ist akut bedroht

14.09.2011, 13:25 Uhr

Die Osnabrücker SPD warnt vor drastischen Sparplänen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Die Jugendhilfe sei dadurch akut bedroht. Die Ministerin beabsichtige, Arbeitsgelegenheiten künftig nur noch mit maximal 150 Euro pro Maßnahme zu fördern. Bisher habe der Bund dafür monatlich rund 450 Euro ausgegeben, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Jens Martin und des jugendpolitischen Sprechers Uli Sommer.

Sollte die Finanzierung so stark zurückgefahren werden, müssten die mehr als 100 niedersächsischen Jugendwerkstätten schließen. Das hat nach Angaben der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag ein Vertreter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums bestätigt.

Davon betroffen wäre nach SPD-Angaben auch das Zentrum für Jugendberufshilfe an der Dammstraße. „Dort werden Jugendliche mit erheblichen persönlichen und schulischen Problemen an den Arbeitsmarkt herangeführt“, schreibt Sommer. Diesen jungen Leuten biete die Dammstraße fast die einzige Chance auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Kürzungen in diesem Bereich nennt Martin eine „kurzsichtige Politik, die den sozialen Zusammenhalt gefährdet, zu mehr Jugendarbeitslosigkeit führt und für die Zukunft sogar sozialen Sprengstoff produzieren kann“. Der Bundestag entscheidet am 23. September.