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300 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Kreisfeuerwehrbereitschaften unterstützen beim Brand in Meppen

Von Frank Wiebrock | 20.09.2018, 21:05 Uhr

Seit Mittwochnachmittag sind auch die beiden Kreisfeuerwehrbereitschaften Nord und Süd des Landkreises Osnabrück beim Moorbrand im Meppen im Einsatz. Der Einsatzzeitraum ist zunächst auf 36 Stunden begrenzt.

Gegen 13 Uhr  war der Alarm für beiden Einheiten der Kreisfeuerwehr Osnabrück ausgelöst worden, die den erschöpften Kräfte aus dem Emsland eine Verschnaufpause verschaffen sollen. Damit entsenden die Feuerwehren im Kreis Osnabrück nach Angaben der Kreisfeuerwehr rund 300 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis mit fast 60 Fahrzeugen nach Meppen.

Unterstützung auch über Kreisgrenzen hinweg

Nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz stellen Landkreise aus der Kreisfeuerwehr sogenannte Kreisfeuerwehrbereitschaften auf. Da der Landkreis  in die Brandschutzabschnitte Nord und Süd untergliedert ist, müssen auch zwei Feuerwehrbereitschaften aufgestellt werden. Dei einzelnen Wehren stellen dafür Fahrzeuge  und Leute ab. Die Bereitschaften werden im Rahmen der Nachbarschaftshilfe  übergemeindlich und auch über Kreisgrenzen hinweg eingesetzt.

Neben der 13-köpfigen Führungs- und Verkehrslenkungsgruppe gibt es in der Bereitschaft Süd ( Altkreise Osnabrück und Melle) fünf Fachzüge, die sich um  Wasserförderung, Wassertransport (2 Züge), technische Hilfeleistung, sowie Logistik und Verkehrslenkung kümmern. Insgesamt hat die die Bereitschaft Süd eine Sollstärke von 142 Mann und verfügt über 29 Fahrzeuge.

Einsatzbereitschaft vor Ort bleibt gesichert

Die 154 Mann starke Bereitschaft Nord aus den Altkreisen Bersenbrück und Wittlage hat neben einer Führungsgruppe ebenfalls fünf Fachzüge mit insgesamt 27 Fahrzeugen: Zwei Züge für die Wasserförderung , einen für  Wassertransport, einen für technische Hilfeleistung und einen für  Logistik/Verkehrslenkung. 

Die Einsatzbereitschaft der Wehren und Brandschutz vor Ort ist  laut Kreissprecher Burkhard Riepenhoff trotz der hohen Mann- und Fahrzeugzahl nicht gefährdet. Trotzdem entstehe so im Krisenfall eine schlagkräftige Einheit.

Gegenseitige Hilfe

Und im Kreis helfen sich die Feuerwehren derzeit im Zweifel gegenseitig: Bei einem Einsatz in Hasbergen hatte Gemeindebrandmeister Steve Kraus am Donnerstag vorsorglich auch die Freiwillige Feuerwehr Niedermark alarmieren lassen, weil die Hasberger Wehrleute derzeit ihre emsländischen Kameraden mit zehn Mann und entsprechendem Material unterstützen. Ausgelöst worden war der Einsatz von einem defekten Brandmelder.