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Konzert mit Arne Hatje Orgelsommer in Osnabrück: Von Frankreich in die Niederlande

Von Thomas Hitzemann | 11.08.2014, 19:51 Uhr

Auf den französisch geprägten Orgelabend der Vorwoche folgt im heutigen Konzert mit Arne Hatje in St. Marien ein vorwiegend niederländisches Programm im Osnabrücker Orgelsommer.

Natürlich darf da ein Stück von Jan Pieterzoon Sweelinck nicht fehlen, desjenigen Komponisten, der den Orgelbarock in Nordeuropa begründete. Selbstverständlich steht ihm ein Werk von Johann Sebastian Bach gegenüber, dem Vollender des barocken Orgelspiels.

Aber dazwischen nimmt sich Arne Hatje einige seiner persönlichen Lieblinge vor. Vom Belgier Flor Peeters wird die Suite Modale erklingen, ein viersätziges Opus in französischer Tradition. Rein niederländisch präsentiert sich ein Werk aus dem Jahre 1918 von Hendrik Andriessen. Es zeigt, wie dieser Komponist selbst unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs Musik zum Fronleichnamsfest schreiben konnte. Von Dick Koomanns erwartet die Zuhörer eine Überraschung, denn dieser umtriebige Organist ist in der Welt des Musicals ebenso zu Hause wie in der Kirchenmusik.

Noch spielt Arne Hatje solch ein Programm lieber in der Flentrop-Orgel als an seinem eigenen Instrument. Doch das wird sich ändern, wenn die neue „Friedensorgel“ in St. Katharinen erst installiert worden ist. Die Planung für das Instrument sei, so Hatje, fast abgeschlossen.