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Kommentar Osnabrück im Sparzwang: Investieren statt konsumieren

Meinung – Sebastian Stricker | 17.07.2014, 18:40 Uhr

Die um ein Vielfaches nach oben korrigierte Prognose des Fehlbetrags im Jahresergebnis zeigt erneut, wie abhängig das klamme Osnabrück von Haushaltspositionen ist, die eigentlich unwägbar sind.

Gewerbesteuer zum Beispiel: Mal spült sie unverhofft Millionen in die chronisch leere Kasse, mal reißt sie einen Krater. Ähnlich der Sozialetat: Wer kann schon verlässlich voraussagen, für wie viele Bedarfsgemeinschaften und Problemfamilien die Bürger künftig finanziell geradestehen müssen?

Vor diesem Hintergrund bleibt jede Kalkulation letztlich eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Umso wichtiger ist es, an anderer Stelle nicht zu prassen. Nur was bleibt und schon heute unverzichtbar ist, darf jetzt und auf Pump gekauft werden. Investieren ist schließlich etwas anderes als Konsumieren. Manche Ausgaben schaffen auch Vermögen statt bloß Schulden.